Band 
Sechster Band. M und N.
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405
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Monat Monboddo 405

he« werben, ber das Volk und die Regierung beseelt, lind'der sowie immer, ungleich wichtiger ist, als die Form. Lr.

Monat bezeichnet im Allgemeinen die Umlaufszeit des Mon-des um den ganzen Himmel. Da der Umlauf des Mondes ausmehreren Gesichtspunkten betrachtet werden kann, so unterscheidetman auch mehrere Arten von Monaten. Betrachtet man den Mond,wie er seinen kauf aus der Gegend irgend eines in seiner Nähestehenden Fixsternes beginnt, bis zu der Zeit, wo er wieder inderselbe, Stellung gegen jenen,' Fixstern gesehn wird, so ist diessein sideriicher Umlauf, und die Periode desselben wird dersiderische Monat genannt. Die Umlaufszeit des Mondesaber vom Frühlingspunkte an gerechnet bis wieder zu dem näm-lichen Punkte gibt den periodischen Monat. Die Zeit, bin-^ nen welcher der ganze Mondwechsel erfolgt, d. h. von einemNeumonde bis zum andern, ist der synodische Monat. DerI Umlauf von dem aufsteigenden Knoten bis wieder zu demselbenheißt der Knotenmonat; endlich der Umlauf von der Erdnähe! bis wieder dahin, der an omalistische Monat. Kein einzigerdieser fünf verschiednen Monate bleibt sich gleich, sondern dieLauer von allen ist bald länger, bald kürzer. Die Länge einerjeden Art läßt sich daher nur in einer mittlern, d. h. in einerZeitdauer angeben, welche zwischen der größten und kürzesteneines jeden SNonats das Mittel hält. Und zwar bestimmt aufdiese Weise Lalande

den stderischen Monat auf 27 Tage 7 Stunden 43 Min. 12 See.den periodischen — — 27 — 7 — 43 " 5 ""

den synodische« — —2y — 12 — 44 —- z —

den Knotenmonat — 27 — Z — 6 — §6 —

denanomalistischenM. — 27 — IZ — 18 — 35 —

s Außer diesen Mondenmonaten gibt' es aber auch einen Sonnen-! monat, welcher daraus entstanden ist, daß man den Mondwechselmit demscheinvarcn jährlichenUmlaufderSonneinVerbindunggcbracht 'i hat. Man nahm wahr, daß ungefähr zwölf Monate auf einen Gonnen-umlauf gingen und rechnete den Sonnen- oder synodischen Monat,der eigentlich Zo Lage 10 Stunden 2y Minuten und 37 Secundenbeträgt, theils'zu zo, theils zu zi Tagen. — Noch erwähnen wir desErleuchtunasmon ats, welcher die Periode in sich schließt, bei»sicher der Mond nach dem Neumonde zuerst (erleuchtet) wiedererscheint bis zu demselben Zeitpunkt, und welcher in den Neu-mond, das erste Viertel, den Vollmond und das zweitel »der letzte Viertel zerfällt. — Da nächst Tag und Nacht der

! Mondwechsel die auffallendste Himmelscrscheinung 'si, und die regel-

mäßige Wiederkehr derselben sich sehr bald bemerklich macht,? s»hab er schon in den ältesten Zeiten eine leichte und natürlicheZeitbestimmung ab.

Monboddo, ein schottischer Lord, der durch seine Alter-mutter mit der berühmten Familie der Douglas verwandt war,und meistrntheils aus seinem ererbten Sitze zu Monboddo lebte.Er zeichnete sich durch viele wissenschaftlichen Kenntnisse und Stu-dium der Aiten, unter denen besonders Homer se-n Lieblings-schriftsteller war, noch mehr aber durch die Behauptung viclerParadoxen Sätze, die il n gar häufig zum Gegenstand der Eonver-^tion machten aus. Er war ein Zeitgenosse Gol^rn,sf(>s, Garriks> Warburtons, Fergusons, Johnsons u. s. w., und halte m,t dem