Band 
Sechster Band. M und N.
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4l2 Mongole»

die nrich Italien gehen, und die Auswahl der im Frieden mftjdem AaBbedungnen Handschriften und Kunstwerke tteffen mußten, Seitdmschien er si» persönlich an Bonaparke anzuschließen, der itm bäverschiednen Gelegenheiten Aufträge gab und ihn endlich i7yy i«den Echallungssenat brachte. Am Jahr 1^98 hatte er sich inifNefebl deS Directoriums nach Italien beaeben, um die rdmiiftRepublik organiflren zu helfen, und im I. ,804 erhielt er i»'iDcnatvrie Lüttlch und wurde Broßossizier der Ehrenlegion.

Mongolen. Die südöstlichen asiatischen Steppen an der Gränzetheutigen S:beriens waren der Stanimsttz eines Volks, das W Mdort aus über einen großen Theil der nördlichen und südlicheHemisphäre verbreitet hat. Dieses merkwürdige Volk sind die Ä!e»-geien, wichtig als Weltltürmer und Eroberer. Die älle«Geschichte der Mongolen ist theils ganz unbekannt, theils fodei-haft. Im neunten Jahrhunderte zogen an der Nordseite vmChina und Corea drei Völker umher, im Westen die Moug-uokirnachherigen Mongolen; weiter nach Osten die Kitanen und odrr-halb Corea bis an das östliche Weltmeer die Njudschen ober Kin,die mit den Mandschu und Tunguien überhaupt Ein Volk sied.Diese drei Völker, die sich nach und nach ins'esammt zu große»herrschenden Nationen aufgeschwungen haben, waren damals noch un-beträchtlich und schwach. Im zehnten Jahrhunderte machten Mzuerst die Kitanen die beiden 'andern Völker, so wie auch die nörd-lichen Provinzen von China unterwürfig. Die Njudschen empörte»sich aber bal» mit Erfolge, wurden von den Chinesen zu Hülfegerufen, und übcrwälliglen nun sowohl diese als die Kitanen. EinTheil dieser Letztern zog hierauf westwärts und nahm von derkleinen Bucharei Besitz, wo man sie seitdem Karakitanen oderKarakitajcr nannte, unterdeß herrschten die Njudschen über Nord-china und die Mongolen bis an das östliche Weltmeer. Die Mo»-golen waren in mehrere Horden getheilt, vic, ungeachtet der Ober-tzerrschaft der Njudschen, ihre eignen Chane harten. Einer dieserkleinen Fürsten, Temudschin, trat unter dem Namen Dschi»g>§°Chan als Welteroberer und Stifter einer neuen Monarchie auf.

I. Dschingisen (seit isoö). Temudschin wurde, dreizehn Jahre alt,nach seines Vaters Tode (1176) Beherrscher von 42,200 Familie»-Die Uneinigkeit der übrigen Chane erleichterte die Ausführungseiner Eroberungßplane. Als ein Gesandter Gottes begann er sei»eschreckliche Weltstürniere:, die zwanzig Jahre hindurch dauerte,rend welcher Zeit er von der Mongolei und von China an bis l»das vordere Asien, und in Europa bis an den Dnepr Länder verw"stete und Völker unterjochte. Der Tod machte raa/ seinen Krim» ^Unternehmungen ein Ende. Dlchingis hatte seinen Sohn OkM isseinem Nachfolger ernannt. Doch sowohl dieser Fürst als die dr» >ihm folgenden Regenten waren eigentlich nur die Großchane c»ungeheuern MongolenrcichS, »eben welchen ihre Brüter und Anoer- ;wandten in großen Landstrichen zu gleicher Zeit als Fürsten, .wohl 00m Grsßchanat abhängig, regierten. Okta! stürzte das !der Njudschen in China und unterwarf sich ganz Nordchina;lgriff er Düdchina an, während e>n Theil seines Heeres nochchs ,sten zog, und nachdem es die Ischerkalsen und Awchasen unteriors,in die Baschkirei, in Kasan und Bulgarien eingedrungen 'nach Moskau vordrang. Die meisiri, russischen Fürsten üuchrr-„ach Polen lind Ungarn, und überließen das muthlose