416 Monochord Monodrama
erklärte sich zu Gunsten Carls. Monk ließ ihn zum König procle-miren und ging ihm nach Dover entgegen. Der dankbare Carlernannte ihn dafür zum General seiner Armeen, Großstallmeister,Staatsrath, Schatzmeister und Herzog von Albcmarle. Monk führfort, dem Könige dle wichtigsten Dienste zu leisten, bis im Z.1679 der Tod seiner Thätigkeit ein Ende machte. Er wurde inSLestminster beerdigt. — Seine politischen und militäri-schen Beobachtungen, i» lateinischer Sprache geschrieben, habenkeinen besondern Werth. Seine Gemahlin, ausgezeichnet durchGeist und Kenntnisse, hat Poesien hinterlassen, die in Ansehungder Harmonie und eines glücklichen Ausdrucks gutgewählter Gedan-ken nicht ohne Verdienst sind. Sie wurden nach ihrem Tode her-ausgegeben.
Monochord, ein mit einer Saite (wovon auch der Nameherrührt) bezognes, inwendig hohles Instrument, ungefähr i§ Ellelang und H Elle breit, worauf vermittelst des Cirkels und einesbeweglichen Stegs die Höhe oder Tiefe des Tons nach Verhältnißder ab- und zunehmenden Länge gefunden und ausgemeffen werdenkann. Diese Satte nannten die Alten den Canon. Es pflegt einsolches Monochord auch mit drei oder vier Saiten bezogen zu wer-den, um nach genau abgemeßner Länge jeder Saite den Erundio«mit seiner vollen Harmonie zu haben, so wie man auch dasselbe, Mdes bessern Klanges wellen mit einem Resonanzboden und mit Ta-sten zum anschlagen versieht. Der Gebrauch dieses Instruments,dessen Erfindung dem Pythagoras zugeschrieben wird, dient beson-ders zur Berichtigung der Intervalle, deren Abstand weniger als»inen halben Ton beträgt (s. Intervall), wiewohl hier größtetheilsdie durch Verrückung obgedachter Stege hervorgebrachte Eintheilmigder Saiten und die daraus entstehende Berechnung mehr dem Bcr-stande einzuleuchten, als durch ihren merklichen Abstand von Hoheund Tiefe dem Gehör fühlbar zu werden scheint. — Übrigens führtsuch die sogenannte Trompette marine den Namen Monochord.
Monodrama ist seines künstlerischen Charakters wegen, so-wohl von Seiten der Poesie als der Musik, durchaus eins und ebendasselbe mit Melodrama (s. d. Art.) und Duvdrama. Das Melo-drama ist dann ein Monodrama, wenn es von einer, und ein D«o-drama, wenn es von zwei Personen dargestellt wird. In poetischer ^Hinsicht wird die Schwierigkeit, dem Melodrama ein wahrhaft dra- i
matisches und bis zum Ende stets steigendes Interesse zu geben, bei >
den Monvdrame, in welchem die ganze Handlung nur auf eine em- ^zige Person beschränkt ist, um so bedeutender und fast unüberstcigbar, .weil, wie wir bereits im Artikel Melodrama gezeigt haben, man sich >genöthigt gesehn hat, dieser Gattung Schauspiele statt der activ!» >dramatischen Handlung eine bloß passive lyrische Stufenfolge vonEmpfindungen und Gefühlen unterzulegen, bei welchen man wemg-stens in etwas für die Entbehrung des eigentlichen dramatischen In-teresses entschädigt wird, wenn die Darstellung dieser Empfindungenin sich selbst konsequent und nicht mit den Erfahrungen, die uns duPsychologie an die Hand gibt, in offenbarem Widersprüche besänge»ist. Was übrigens in Hinsicht des Interesses, welches diese GattungDramen zu erwecken vermag, für oder gegen dieselbe anzumervseyn dürste, haben wir im erwähnten Artikel Melodrama ausfM-licher darzuthun versucht, weswegen wir hicmit auf jenen »er-weisen.