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Monotheismus
Armenier, Jacobiten, Kopten ober ägyptischen Christen«nd die Abyssinier (vergl. d. Art.). Verwandt mit diesemStreite war die im Anfang des 7 ten Jahrhunderts angeregte Frage,«b die in Christo vereinigte Gottheit und Menschheit nur einen oderzwei Willen habe. Auch hierüber entstand ein Zank, den der KaiserConstans durch seine Anordnung, Typus genannt, vergeblich beizule-gen suchte. Die Bestimmung der trullanischen Kirchenversammlungzu Eonstantinopel 6go, daß zwei Willen in Christo wirksam wä-ren, well er zwei Naturen habe, machte die Monotheisten, sonannten sich die Anhänger der Lehre von einem Willen, zwar zuKetzern, konnte aber doch nicht hindern, daß aus ihren Überrestendie Secte der Maroniten (s. d. Art.) sich bildete. L.
Monotheismus, die Arinahme und Verehrung eines einzi-gen Gottes, entgegengesetzt der Vielgötterei (Polytheismus).Die ältesten Urkunden der Schrift (die Bibel), und die Überliefe-rungen der ältesten Völker lassen uns diese Religion als die ältesteund ursprüngliche betrachten. Die mosaische Urkunde nämlich rede!von Gott, dem Schöpfer Himmels und der Erde; und die alteLehre der Bramincn von einem einzigen göttlichen Wesen über dendrei andern Hauptgöttern, welche gleichsam nur als die drei Haupt-kräfte des einen höchsten Gottes angesehen werden, nämlich demParabrama, den sie durch alle Prädicate der Gottheit sehr rein undvollkommen schildert. Auch die Chaldäer glaubten außer dem Lichte,welches sie der Finsterniß gegenüberstellten, noch an ein höheres,uncntstandnes Lieh t, das ewig, allmächtig, weise und gütig ist, undaus welchem erst das körperliche Licht hervorging. Die Perser stell-ten über ihrem Orimuzd und Ariman noch den Mikhras, als höch-sten Gott, ein beseeltes und verständiges Feuer, dessen Strahlen durchdie ganze Welt strömen, und in der Sonne als ihrem Mittelpunktc-concentrirt sind. Osr> soll er ipvicro lVliri-i-s war die Aufschristan seinem Tempel. Selbst die Ägypter hatten an ihrem Fictou einhöchstes Grundwesen, wenigstens für ihre geheime Religion. Allediese verschleimen Mythologien führen unter dem Heere von Göttern,womit sie Himmel und Erde bevölkern, immer irgend einen Höch-sten, mehr oder weniger bestimmt gezeichnet, stets aber vor allenübrigen ausgezeichnet, auf. Überall aber sehen wir in diesen My-thologien die Götter sich erst allmälig vermehren^ s» wiederMensch sich immer weiter von der einfachen und ursprünglichen Of-fenbarung in die Vielheit der sinnlichen Anschauung verlor. Aderauch abgesehen von diesen historischen Andeutungen, so ist der Menschzur Wahrheit bestimmt, und die Wahrheit, nicht der Irrthum,der die Wahrheit schon voraussetzt, in seinen Überzeugungen dasUrsprüngliche und Erste, weil sie einfach ist, und ihre Strahlen über-all verbreitet, wie das Licht, das die Welt durchströmt. 2n derAuffassung der Wahrheit aber verirrten sich die Menschen, wenn siedie Gottheit entweder in Bildern oder in Begriffen zu denkenversuchten. Ersteres war die frühere in der alten Welt verbreitete,Werirrung, weil sich Sinn und Phantasie früher zur Herrschaft er-heben, und daraus entsprang der in der alten Welt herrschendePolytheismus, Abgötterei und Götzendienst, der in der Ver-götterung des Körperlichen, als dem durchgreifendenrgkter des Heidenthums, sich äußerte, wobei nicht durch das he>»LWort der Allmacht, sondern durch Zeugungen, wie selbst^der griechischen Mythologie, Alles entstand; °"'
e n, wie
die Verschiedenheit