Band 
Sechster Band. M und N.
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4Zc» Montenegriner Montesquieu

eine Gedichtsammlung und die Werke des Troubadouren Aus!«! d

March- s

Montenegriner ist der Name der Bewohner des Gebirge! sMsnte negro (in der Landessprache Lschernagora), welches dieGränze zwischen Dalmaticn und Albanien macht und sich von Mi> b

pari an der Küste bis nach Bosnien erstreckt. Sie zahlen zo> bii z

40,000 waffenfähige Männer, svrechen die slavonische Sprache url k

sind der griechischen Religion zugethan. Ihr Patriarch steht bei i)- d

ncn und selbst bei der russischen Kirche in großem Ansetzn. Übrige»! g

sind sie sehr wild und räuberisch, fügen den Türken durch unverii»!- d

there Einfälle häufigen Schaden zu, haben auch wegen der natürli- i

chen Festigkeit ihres Landes nie ganz können bezwungen werden. A> s,

deß stehen sie doch jetzt theils unter österreichischer, theils unter tür> Ibischer Oberherrschaft. Im I. 1767 trat ein Abenteurer, Steffii»« dPiccolo, unter ihnen auf, der sich für den russischen Kaiser Peter M. »

ausgab, und einen Aufstand anstiftete, der nur mit vieler Llüh« e

und nach großem Blutvergießen gedämpft werden konnte. I

Montenotte, in dem ehemaligen Departement gleiches Ro- n

mcns, welches 1805 aus dem westlichen Theile des genuesischen G«> d

biet«, dem Bezirk Ceva und dem Bezirk Aequi, gebildet wurde, Wo u

der Geschichte des Kriegs von r 7 y 6 bekannt geworden. Die Öfterer!- p

cher unter B, aulieu hatten am uten April die Franzosen unter Bs- tz

naparte angegriffen; der Sieg war unentschieden geblieben. Aber am n

folgenden Morgen erneuerte sich. der Kampf; Bonaparte, von Tu- h

tbier und Massen« begleitet, siel den Österreichern in Rücken »»d x

Flanke und erfocht nach der hartnäckigsten Gegenwehr den Sieg.- , 8

Montesquieu (Charles de Secondat, Baron de la Brett h

und de), aus einer vornehmen Familie von Guienne, war ihzq a»l fi

dem Schloß Brede beb Bordeaux geboren. Früh entwickelte sich stio h

philosophischer Geist. Schon in einem Alter von zwanzig Jahren fa»' 8

melte er Materialien zu seinem L^-rir -los lots. Ein Oheim, >v«l- x

cher Präsident des Parlaments von Bordeaux war, hinterließ dem tz

Jünglinge sein Vermögen und sei» Amt. Im I. 1721 trat er zoersl zi

mit seinen I-ectxes xersonos, die er auf dem Lande angefangen, not ! ^

in den Erholungsstunden, die ihm seine AmtSgeschäfte ließen, been- ^ tzdigt hatte, öffentlich auf. Dieses bei einem Scheine von Leichtigk«! ^ »

gründliche Werk kündigte bereits einen ausgezeichneten Schriftsteller ^ zan. Er liefert dabin das lebendigste und wahrste Gemählde der fta»' si

zösischen Sitten; mit leichtem und keckem Pinsel schildert er Lach«- s h

lichkeitm, Bornrtheile und Laster, und weiß allemeinen originell«! ^ ^

Charakter zu geben. Indeß sind nicht alle Briefe von gleichem Werst, ^ wauch sind dem Verfasser einige Paradoxen und zu derbe Satiren 0»! , „-Ludwig XIV. und seine Regierung vorzuwerfen. Diese Briefe oM' dlten Montesquieu die französische Akademie, obgleich gerade die'«» n,

Institut wenig darin geschont wird, auch der Cardinal Fleuch, de» z,

die Spöttereien des Persers über die christliche Religion mit Rechtvcn d,Lroffen hatten, sich seiner Aufnahme widersetzte. Die Rede, wel 4 « kcer bei seinem Eintritt hielt, war kurz, aber kräftig und ideenmq- . u,Die Absicht, welche Montesquieu hatte, in seinem Lsprir ues wu ^ ^

die Nationen zu schildern, nöthigte ihn, sie gründlich zu studiren. ^ ^ ^

besuchterem gemäß Deutschland, Ungarn, Italien, die Schweiz»» ^ inHolland, und verweilte gegen zwei Jahre in England. Das Rest- ; sttat seiner Beobachtungen war, daß Deutschland geeignet sey, um > >nselbst zu reisen, Italien, um daselbst zu verweilen, England, u« s 4