Band 
Sechster Band. M und N.
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Montfaucort Möntgelas 43z

stillen. Die Mexikaner aber, die nur einen Sclaven ber Spanierjn ihm erblickten, begrüßten ihn mit einein Steinregen. Er wurdeverwundet von den SpaNicrn weggeführt und verbunden. Aberdurch nichts war er über die von seinen eignen Unterthanen erlitteneBeschimpfung zu trösten, riß den Verband ab, uns starb bald dar-auf, im I. 152-4 Er hinterließ zwei SLHue und drei Töchter,welche die christliche Religion annahmen. Der älteste erhielt vonCarl V. den Titel eines Grafen von Montezuma,

MontfaUcon (Vernarb de), war rüzg auf dem SchlosseEoulage in LangUedoc geboren, und widmete sich in seiner Jugendden Waffen, indem er als Cadet in das Regiment von PerpignäNtrat. Nach dem Tode seiner Ältern aber zog er sich aus der Weltzurück und wurde 1Ü75 Benedictiner in der Kongregation von Saint-Aaur. Seine Talente erwarben ihm bald einen berühmten Namensowohl in seinem Orden als in ganz Europa. Mit gleicht», Eiferumfaßte er die Philosophie, Theologie, biblische Und Pcofangeschichte,alte und neue Literatur, todte und lebendige Sprachen. Zm I, 16Y8machte er eine Reise nach Italien, um die dortigen Bibliotheken zitbenutzen und die bei seinen Arbeiten ihm nützlichen alten Handschrif-ten zu untersuchen. Am längsten verweilte ei? zu Rom, Papst Jnno-cenz XII. und die vornehmsten Prälaten nahmen ihn mit Auszeich-nung auf. Nachdem MontfaucoN seine 'Nachforschungen beendigt hatte,und 1701 nach Paris zurückgekehrt war, gab er daselbst sein Disriuniimliourn heraus, worin er eine genaue Beschreibung mehrerer altenDenkmäler und Nachrichten von vielen bis dahin noch unbekanntengriechischen und lateinischen Handschriften liefert. Er beschäftigte sichunablässig bis an seinen Tod, welcher 1741 erfolgte, mit gelehrtenArbeiten. Wenige Gelehrte sind ihm an Fleiß und Fruchtbarkeit an. die Seite zu stellen. Die Iaht seiner Werke in Folio steigt allein-auf

> §4 Wir nennen von seinen Schriften nur einige der wichtigsten:

? 1. Liialeor» »rasen, gemeinschaftlich mit Pruget und Lopin; 2. pn-

siooArapliin Arsses, ein treffliches Werk; 3 - O'Xiiriijliitö sxgii-4»os (lateinisch und französisch). Dieses Werk, das mit den Sup-^ plementen aus 15 Foliobänden besteht und gegen isoo Kupferplarcen)

, worauf zo- bis 40,000 F-guren abgebildet sind, enthält, trägr al-lerdings Spuren der Flüchtigkeit, womit es gesammelt wurde, anßch> Nichts desto weniger enthalt es eine Menge von Dingen, die manwo anders vergebens suchen würde, und wird täglich von oen Gelehr-ten citirt; 4. eine Ausgabe des Johannes Chrysostyomus, wie auchdes heiligen^Anasthastus. — Montkaucon hat zu v>el geschrieben,»m seinem Styl immer die gehörige Reinheit Und Eleganz zu geben s

> «an MUß ihn.mehr als Gelehrten betrachten. Als solcher hat er die

> entschiedensten und bleibendsten Verdienste.

Möntgelas (Maximilian Joseph, Graf von), gehört Unstrei-tig in die Reihe der ersten Staatsmänner Deutschlands, die in ih-Um öffentlichen Wirkungskreise eben so tuhmwürdrg, als in ihrenPribatverhältniffcn durch vielseitige Geistesbildung musterhaft Undnchtungswürdig erscheinen. Möntgelas ward als Söhn einerbayerischen Mutter Und eines Vaters, der churfürstlich bayerischer Ge-mcal war, 1759 in München geboren, Bon frühen Zeiten her stammtdas Geschlecht seiner WorälterN (genaNNt Garnerin, Herrn von Thuiilcr,Treiherrn von Möntgelas) aUs Savöyen; Franz Garnerin de laThuilier, sein Urältervater, war Staatsrath und Parlamentspräsi-bent zu Chambcry. Nach dem Genusse einer zweckmäßigen häuslichen««»». iex. (N.Allst.) VI. SL