Band 
Sechster Band. M und N.
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Moreau (Iran Victor) 453

n an ihren Spitz«, oder selbst unter höherem Befehle steh». JnFrank-

ch reich schwur der Krieger bei Moreau's Namen. Ein Feldherr von

"> diesem Charakter konnte nicht gefallen den stolzen, raubsüchtigcnkr Directoren. Neubel war sein Feind. , AIs daher Moreau den Zten

er September 1797, dem Director Bartheleniy meldete, daß Pichegrir

-- durch eure dem Feinde vor vier Monaten schon abgenommene Samm-

>t fung von Briefen des Einverständnisses mit den Bourbons verdäch-

si fig geworden, da hielt auch ihn, weil er gemäßigt dachte, und Pi-

>- chegru's Angeber zu seyn, so lange verschoben, die Partei -er hestr-

>, gen Republikaner 'des RoyalismuS für verdächtig. Er rechtfertigte

l- ! sich zwar nach dem Siege, den jene Partei über die Gemäßigten

'r j am igten Fructidor, 4ten September 1797, davon trug; allein

'r man nahm ihm den Oberbefehl; denn er und das Heer hatten un-

h terlassen, den Gewalthabern durch öffentliche Erklärungen, die

Moreau als gesetzwidrig und ungeziemend ansah, ihren Beifall an

- gewaltsamen politischen Maßregeln zu erkennen zu ßeben. Aber das

k Heer und die Noth der Republik soderten ihn zurück. Man stellte

* ihn im November 1798 als zweiten Generalinspector bei der italie-

" Nischen Armee unter Joubcrts, hierauf unter Scherers Oberbefehl.

' Moreau gehorchte, und that seine Pflicht, aus reiner Liebe zu sei«

^ nem Vaterlande. Er rieth Scherern, Macdonalds Heer aus Nea-

° pel an sich zu zieh». Dies geschah nicht, und der Fekdzug mißlang

> durch Scherers Fehler. Damals ward Moreau'n in der Schlacht

" bei Magnane an der Etsch durch des Obergenerals Schuld der Sieg

> vereitelt; und als dieser endlich seinen Abschied gab, konnte Mo-

- reau, der an seine Stelle trat, nichts thun, als mit ?8,oys Manni vor 80,000 Mann Russen und Österreichern, die Suwaryw an-» führte, nach Piemont und ins Genuesische sich zurückzieht!. Er thatt dies so, daß er dem in Unter-Italien abgeschnittenen Heere unter

Macdonald den Rückzug sicherte. Als dieser «aber, vor seiner Ver-" ! einigurig mit Moreau, die Straße über Modena und Parma wählte,

' l «0 er dem Feinde eine Schlacht liefern mußte, da sandte Moreau

l ^ zu seiner Unterstützung zwei Divisionen ab, und drang selbst in

- den Rücken und gegen den rechten Flügel des Feindes vor, um dem

' ' ehrgeizigen Macdonald den Sieg zu sichern. Moreau schlug auch' > wirklich den 19., 20. und 21. Juni in der Ebene von Marengo die" , Generale Bellegarde und Scckendorff; allein Macdonald, der am^ isten, igten und iyten an der Trebia eine Niederlage erlitten,

^ konnte durch Moreau's Seitenangriff nur von weiterer Verfolgung

' befreit werden, indem Suwarow sich' jetzt gegen Moreau wandte,

* I der ihm auswich, und bei Novi im Besitze der Bocchetta mit 14,000

- ^ Mann eine Stellung nahm, die Macdonalds geschlagenes Heer ret-

' tete. Er stellte hierauf die Armee wieder her, so wenig auch das

i Directorium ihn thätig unterstützte. Schon war er im Begriff, es

° zu neuen Siegen zu führen, als die Regierung ihn zurückrief. Sein

' Nachfolger Joubert lieferte hierauf die Schlacht bei Novi den igten

' «Mst, der Moreau auf seine Bitte als Freiwilliger noch beiwohnte.

° Jener blieb im Anfang der Schlacht; die französischen Generale stell-

' tcn sich einmüthig unter Moreau's Oberbefehl. Dieser mußte zwar

° «ach zwanzigstundigem Kampfe, in welchem er selbst verwundet

'' ^urde und drei Pferde verlor, das Schlachtfeld, wie er vor der

' ^ Schlacht vorausgesagt, räumen; allein er sicherte den Rückzug des' Heers durch geschickte Anordnungen. Hierauf ging er nach Paris.

Männer von Einfluß trugen ihm die erste Stelle im Staat« an.