Band 
Sechster Band. M und N.
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4Z6 Moreau (Jean Victor) !

land vyn dem Lvrannen bekreien wollen, ugd seinen Plan mit de» lfranzosiichen Prinzen verabredet; weigerte sich aber andre Mit: !schuldige zu nennen, und läugnete jede Verbindung mit Moreau.Dieser war unter allen Angeklagten der einzige Republikaner. Eowie er sabdaß der Oberconsul auf seinen Brief nicht antworte,,wolle, erklärte er schon am Uten April offen vor den Richtern,Was er vorher nicht bekamrt, Pichegru sey zwei Mal zu ihm ge-kommen , habe beim zweien Besuche ihm einige Eröffnungen in Ab-sicht auf die Bourbons gemacht, ihn aber unzufrieden verlassen;«ine dritte Unterredung habe nicht Statt gefunden. Kein Zeugesagte geffen Moreau aus, kein schriftlicher Beweis klagte ihn an,kern freiwilliger Schritt machte ihn verdächtig. Die Anklage be-ruhte auf Vermuthungen und auf widersprechenden, unzusammcn-hängenden, selbst widersinnigen Beschuldigungen einiger Mitange-klagten, die aber ANs Theil im ersten öffentlichen Verhöre am 28stcnMai ihre Aussagen als erzwungen zurücknahmen, oder daß sie imProtpcvlle des geheimen Verhörs entstellt worden, erklärten. Gleich-wohl bestand der Generalprocurator am Ztcn Juni auf seine An-,klage, daß Moreau die Ration verrathen, indem er die Bourbomnhabe wiederherstellen, oder sich der Dictatür anmaßen wollen. Dieletztere Beschuldigung war einem Mitangeklagten und ehemaligenBekannten Moreaus, einem gewissen Rolland, bei welchem Piche-gru zwei Rächte gewohnt, und der ihn als Unterhändler an Mo-.reau abgeschickt, von. dem Staatsrathe Real bei dem Verhöre, wiedas Ppotocoll bewies, in den Mund gelegt worden: „Wir wissen,sagte der Richter, daß Sie zu Pichegru gesprochen, Moreau habeeine» starken Anhang im Senate; w>r wissen, daß man gesagt,Moreau stehe an der Spitze einer Volksbewegung, Besinnen Siesich, sonst halt man Sie nicht für einen Vertrauten, sondern füreigen Mitschuldigen." Rolland sagte nun aus, daß Moreau sichauf diese Art gegen ihn geäußert, und die Sache der Bourbons vonsich gewiesen, weil er selbst nach der höchsten Würde strebe. Ausallen Umständen ergab sich bei der Untersuchung, daß Moreau ka-jollais Verlangen, mit Pichegru zusammenzukommen, nicht erfüllt,daß beide gegen seinen Willen zu ihm gekommen, daß er PW-gru-n gerathen, nach Deutschland zu gehn, um von dort seine Aus-streichung zu bewirken, daß er beiden sein Haus verboten, und daPichegru dennpch ein zweites Mal zu ihm gekommen, und ob erden Bourbons geneigt wäre, zu erforschen gesucht, ihm widerspro-chen und ihn nochmals, nicht mehr zu ihm zu kommen, gebeten;daß Pichegru darauf voll Unmuth von ihm weggegangen, und Rol-land an ihn abgeschickt, der aber ebenfalls abgewiesen worden, wo- .bei Moreau als thöricht jede Unternehmung für die Bourbons ih«lebhaft vorgestellt habe. Lajollais und Rollands Aussagen wäre»an sich und durch das persönliche Interesse', das beide dazu bewogen !haben konnte, höchst verdächtig. Die bei David gefundenen Briefeaber unterstützten mehr die Vertheidigung Moreau's als. dessen An-klage. Daß er endlich die Anzeige unterlassen, war durch keinfranzösisches Gesetz verboten, Moreau also auch deßhalb nicht straf-bar. Die öffentliche Meinung erklärte sich laut, selbst im Gerichis-saale,, für seine Lossprechung. Die wachthabenden Gendarmend'Elits, Generale wie Macdonald und Lecourbe, Personen aus al- jlen Ständen, bezeugten dem großen Manne, welcher ruhig »no jwürdevoll misten unter den Angeklagten, von Liesen selbst geaq-