Band 
Sechster Band. M und N.
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l Moreri Morgagni 459

t her Echlachtlinie zum Kaiser Alexander zurück. Er traf ihn Mit-tags hinter einer preußischen, von zwei französischen, vorn und seit-wärts bestrichenen, Batterie, auf der Höhe bei Recknitz, wo dasMtteltreffen sich befand. Indem er hier zu Pferde mit dem Kai-ßrüber die Schlacht sprach, stürzte er plötzlich mit dem Pferde zuBeden. Eine Kanonenkugel hatte ihm beide Beine zerschmettert.Ltandhaft und ruhig ertrug er die Ablösung. Er ward, da dasHeer den tasten Abends seinen Rückzug antrat, über das Gebirgegetragen, blieb thätig für die allgemeine Sache, klagte nie, tröstete> seine Freunde, und starb ohne Reue, ohne Furcht, mit einem Hcr-' zeit voll Liebe für Frankreich, und voll Achtung und Bewunderungfür Alexander von Rußland. O.

Moreri (Louis), Doctor der Theologie, geb. den rgsten Märzlözz zu Bagemontc einer kleinen Stadt in Provence, studirte zuLraguignan, Aix und Lyon. I» der letzter» Stadt predigte erstuf Jahre als Controversprediger. Moreri hatte sich durch eineschlechte Allegorie, ss.s kavs ck'-iniour betitelt, schon in seinem I8te>,Jahre bekannt gemacht. Bald trat er mit nützlichern Arbeiten auf.Im I. 167z erschien in einem Foliobande das Oiolic>mlairo, dasseilten Namen führt, und wozu Chappuzeau ihm die erste Idee ge-geben zu haben behauptet. Er dedicirte dasselbe äus Dankbarkeitdem Bischof von Apt, Gaillard de Lonjumellü. Die Schwester die-ses Prälaten verschaffte ihm eine Stelle bei dem SLaatssecrctärPonipvnc, und Moreri konnte davon die größten Bortheile hoffen;aber sein ununtcrbrochner Fleiß, womit er an einer neuen Auflage! seines Dictionnäre's arbeitete, erschöpfte seine Kräfte, so daß er! 1H5 in einem Alter von Z 8 Jahren zu Paris starb. Der ersteBand der neuen Auflage war bereit« erschienen; der zweite folgteeinige Monate nach seinem Tode. Moreri war ein Literator, kanntedie neuern Büchern, die er benutzen mußte, und verstand ziemlichgut italienisch und spanisch; aber es fehlte ihm an Geschmack undPhantasie. Sein Werk, das gänzlich umgearbeitet und bedeutendvermehrt worden, führt noch seinen Namen, ist aber nicht mehr vonstm. Zu viel unzuverlässige Genealogien, Artikel über unbekanntePersonen^Ungenauigkeiten, unrichtige Angaben, Fehler in der Sprache,Mangel an Kritik und Präcision und Geschmack, haben diesem nütz-lichen Werke geschadet, das ungleich angenehmer seyn würde, wen»man sich auf das Nothwendige und Interessante beschränkt hätte.Die geographischen Artikel sind besonder« mangelhaft. Die geschätz-testen Ausgaben sind vom I. 1718 (fünf Bände), von 1725 (sechsBande) und von 1732 (ebenfalls sechs Bände). Der Abr Gougethat ein Supplement in 4 Foliobänden geliefert, welches Droüctm einer neuen Ausgabe in 10 Bänden 1759 umgearbeitet hat. —Du übrigen Werke Moreri's sind von keiner großen Wich-tigkeit.

Morgagni (Giambattista), ein gelehrter Anatom, geboren

Forli in Romagna im I. 1682, war Mitglied der Akademieia Bologna, wo er studirt hatte. Die Republik Venedig beriefM von Forli, wo er sich auf einem zu beschränkten Schauplätze«fand', aus den Lehrstuhl der Anatomie nach Padua mit einem Ge-°au von 6000 Franken. Morgagni vermehrte den Ruhm dieser»mversität durch seine Entdeckungen und seine Schriften. DieM lht asten derselben sind: 1. Aiiverssris snaroinic» omiliL. In«tr Ausgabe von Leydin 1741 findet sich überdies noch löova in-