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Sechster Band. M und N.
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476 Mörser Mottificiren

teten Höhle. Er war Vorsteher und Gott der Träume, welche denGott des Schlafes zahllos umschwebten, und wurde von ihm oft zuden Sterblichen, besonders zu den Vornehmen gesandt, um ihnen imTraume auf Befehl der Götter ihr Schicksal bekannt zu machen.

Er konnte jedoch nur menschliche Gestalten annehmen; um Thierenachzubilden, bedienten sich die Gölte des Phobelor oder Jcelos, undum leblose Gegenstände darzustellen, des Phantasus.

Mörser, eine Art Geschütz, womit die Bomben und glühen-den Kugeln geworfen werden. Sie sind kurz und weit, und ruhenauf einer Laffette. An frühern Zeiten hatte man nicht nur hölzerne,sondern auch lederne Mörser, auch Handmörser, die von den Grena-dieren getragen und mit Handgranaten geladen wurden, welche mdn lz-, 4- bis Zoo Schritte weit werfen konnte. An die Stelle der !Breschmörser, aus welchen man Granaten auf die Wälle schoß, um "sie zu sprengen, sind die Haubitzen getreten. Eine eigne Art Mör- ,ser sind die Schrssmörser, deren man sich auf den Bombardier-Gallio-te» bedient. — Die kleinen Mörser, welche bloß zu leeren Schüssendienen, worden auch PLllcr genannt.

Mortier (Eduard Adolph Easimir), Marschall von Frankreich»

Duc de Tremse, betrat die militärische Laufbahn als Hauptmann i»einem Bataillon Freiwilliger seines Departements, ward O^ristlieu-lenant und erhob sich von Stufe zu Stufe bis zum Dioisionsgeneral.

Den rzten März rgoo erhielt er das wichtige Commando der a/tenMilitärdivision (Paris) und zeigte seine Anhänglichkeit an Bonaparteunter andern auch nach dem verunglückten Versuch auf das Leben desersten Consuls am ztcn Nivose, indem er ihm an der Spitze seinesGeneralstaves Glück wünschte, dieser Gefahr entgangen zu seyn. Nachdem Wicderausbruch der Feindseligkeiten mit England igoZ besetzte erfast ohne allen Widerstand das Churfürstenthum Hannover. Nach sei-ner Rückkunft aus diesem Lande ward er einer von den vier Generalender Cvnsulargarde, prästdirte im März 1304 das Wahlcollegium desRorddcpartements, wurde den ryten Mai zur Würde eines Reichs-marschalls und sodann zum Chef der zweiten Cohorte der Ehrenlegionerhoben, und erhielt den istcn Februar 1325 das rothe Band und nach-her den portugiesischen Ehristorde». Im September übernahm er dasCommando einer Division der große» Armee, ging im Oktober aufdas Unke Donauufer und wurde in dem blutigen Gefecht von Dürn-stein geschlagen. 2 » dem darauf folgenden Kriege mit Preußen nahmer am iten November das Churfürstenthum Hessen in Besitz, zog sichsodann durch das Hannovrische an die Küsten der Ostsee, besetzte duHansestädte, und leitete die Feindseligkeiten gegen Schweden, b>sNapoleon ihn gegen Ende des Feldzugs zur großen Armee berief, «0er an der Schlacht bei Friedland Antheil nahm. Er wurde zum Ducde Lrevise ernannt, kehrte 1303 nach Frankreich zurück, commandrrtesodann in Spanien, seit 1312' in Rußland, Deutschland und Frank-reich bis zur Thronentsagung Napoleons.

Mortificiren heißt für ungültig erklären. So wird ein

Wechsel, der verloren gegangen ist, mortisicirt, indem der dermaligeInhaber gerichtlich vorgeladen, um seinen rechtmäßigen Besitz «llbeweisen, außerdem aber der Wechsel für ungültig erklärt wird. .

Ein gewöhnlicher Schuldschein, der nicht qualificirt ist, ohne weite- <

rcs aus einer Hand in die andre zu gehn, wird gültiger Weile auch ,privatim mortisscirt. >