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Sechster Band. M und N.
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Mounier

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»«r Sprache gekommenen Halsbandsgeschichte gebraucht, bei der sieden mit den Luvetteren über dasselbe abgeschlossenen Contract mitder Unterschrift Marie Antoinette von Frankreich unter-zeichnete. In dem ihr im Jahre 178S deßhalb gemachten Proceßwurde sie als eine Betrügerin behandelt, die die Leichtgläubigkeitmid Schwäche des Cardinals von Rohan benutzt, und das vondemselben erkaufte Halsband, welches sie der Königin zustellenssllke, unterschlagen und auf den Grund dieser Betrügereien und denMißbrauch des erhabnen Namens der Königin, die von der Personder Gräfin keine Kenntniß haben wollte, zum Staubbesen, Brand-mark und Gefängniß verurth-ilt, und dieses Urtheil ungeachtet ih-rer Berufung aus ihre königliche Abstammung vollzogen. Sie ent-wischte aus ihrem Gefängniß und floh Nach London, wo sie zur Zeitdes Ausbruchs der Revolution Memoiren herausgab, in denen siezu zeigen sich bemühte, daß sie allerdings von der Königin gekannt,und daß sie das Halsband auf ihren Befehl an die von derselbenbestimmte Person abgeliefert. Es ist ihr nicht gelungen, die Welt«°n ihren Angaben und Anführungen zu überzeugen, obwohl betdem wider sie geführten Prozeß Unregelmäßigkeiten obgewaltet ha-ben, und immer herrscht über manche Theile dieser Geschichte einnoch n'cht aufgeklärtes Dunkel. Die großen Ereignisse der Revolu-tion machten, daß man die Gräfin de la Motte gewissermaßen ausden Augen verlor. Sie nahm auch an den Begebenheiten derselben 'außer durch die Herausgabe ihrer Memoiren keinen wettern Antheil,und starb, während der Brand in ihrem Vaterlande am heftigste»wüthete, zu London, wo sie einige Gönner und Wohlthäter gefun-den hatte, beinahe unbemerkt. DU.

Mounier, Secretär der Provinzralstände der Dauphine, De-putirter des dritten Standes dieser Provinz zu den Generalständen,war ein Mann von seltner Tugend und Liebe für das allgemeineBeste. Er hatt- mitgewirkt, d',e französische Revolution zu beschleu-nigen, ober er war vielleicht der erste, der davon zurücktrat, als erdiese Revolution einen Gang nehmen sah, der seiner Denkungsartwiderstritt. In den ersten Berathfchlagungen der Nationalver-sammlung spielte er eine wichtige und einflußreiche Rolle. Am suste»war er einer von den Anstiftern der berüchtigten Sitzung und desEides im Ballhause, die eigentlich der Anfang der Revolution wur-den. Er votttte eine Adresse an den König und trug auf die Ent-fernung der Garde, welche die Versammlung umgab, an. Am lste»Juli widersetzte er sich mit Beredsamkeit jeder Einmischung der Ver-sammlung in die Militärdisciplin, die ausschließlich dem Könige zu-stehe. Ein Gleiches that er am 6 ten. Am yren erstattete er e'nenlangen Bericht über das Verfahren bei Abfassung der Constttution,und war der Meinung, ihr eine Erklärung der Menschenrechte vor«««zuschicken. Am iZten schlug er vor, wiewohl er oas Recht desKönigs, seine Minister zu wechseln, vollkommen ane-kan-te, denKönig zu bitten, die eben entlohnen Munster zurückzurufen, be«Huid-gte wegen der öffentlichen Unordnungen die Feinde der Frei-heit, die den König umlagerten, und foderte die Versammlung auf,-Könige zu erklären, daß sie zu dem neuen M'.n sterium keinsutrauen Naben könne. Er bestrttt jedoch diejenigen, die Steckerssueückberufung federten, und behauptete, daß man sie dem Kö-»igr nur rath cn dürfe. Zu gleicher Zeit bestand er auf die Ertt-sirmmg der Truppen, die der König nach der Hauptstadt berufen

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