5so Mozart (Leopold) Mozart (I. C. W. A.)
Mozart (Leopold), der Vater des berühmten Wolfgang Amo-deus Mozart, war l7ey zu Augsburg geboren. Er studirte z»Salzburg und trat 174Z als Hofmufikus in die Capelle des Erzbi-schofs. Im I. 1762 erhielt er die Stelle eines Unterdirectors derCapelle dieses Fürsten. Die Zeit, welche seine Amtsgeschäfte ihmüb ig ließen, widmete er dem Unterrichte in der Komposition undauf der Vwl^n«. 2 m I. 1756 erschien zu Augsburg sei» Versucheiner gründlichen Biolinschule, ein Werk, das nach dem Zeugnißder größten Meister von dem ausgebreitctsten Nutzen gewesen, Dietrefflichsten Violinisten, welche Deutschland in der zweiten Hälftedes achtzehnten Jahrhunderts besessen, find durch dasselbe gebildetworden. Außerdem hat er mehrere Oratorien und andre Kirchen-stücke, mehrere Theatermusiken u. s. w. geliefert.
Mozart (Johannes Chrysostomus Wolfgang Amadeus), wardzu Salzburg am ersten Januar 1756 geboren. Kaum drei Jahrealt, vermochte er schon von selbst, Terzen auf dem Klaviere zu grei-fen, worauf er dann eine ausnehmende Freude darüber bezeigte,diese Harmonie gefunden zu haben. Zm vierten Jahre seines Altertfing sein Vater gleichsam spielend an, ihn einige Menuetten undandere Stücke auf dem Klaviere zu lehren. Zu einer Menuettbrauchte er «ine halbe Stunde, zu einem größer» Stücke eineStunde, um es zu lernen und es dann mit der vollkommenste» Net-tigkeit und mit dem festesten Tacte zu spielen. Von nun an machteer so schnelle Fortschritte, daß er in seinem fünften Jahre bereitskleine Stücke componirte, die er seinem Vater vorspielte und dann !von diesem zu Papiere bringen ließ. Psychologisch merkwürdig ißes, daß er, ehe ihm die Musik bekannt war, für alle Kinderspielesich so empfänglich zeigte, daß er Essen und Trinken und alles an-dere darüber vergessen konnte, so wie er dann auch mit kindliche»!Gemüthe liebevoll an jedermann sich anschloß. Aber von der Zeitan, wo er Musik zu lernen begonnen hatte, verlor er allen Ge-schmack an den gewöhnlichen Spielen und Zerstreuungen der Kind-heit. Ob er nun gleich auch die übrigen Gegenstände des Unter-richts mit Feuer aind Lebhaftigkeit umfaßte; so blieb dennoch du ,Musik diejenige Beschäftigung, von welcher seine ganze Seele er-füllt zu seyn schien. Mit Riesenschritten ging er darin vorwärts, ^so daß selbst sem Vater, der doch täglich um ihn war und jedeStuf« seiner Fortbildung bemerken konnte, oft davon überrascht unddarüber, wie über ein Wunder, in Erstaunen gesetzt wurde. Dieswar einstens der Fall mit einem Clavier-Concerte, welches der jjunge Mozart bereits im fünften Jahre verfertigt hatte, und dosnach allen Regeln der Kunst gesetzt, aber auch zugleich so schwerwar, daß es kein geübter Künstler, viel weniger der junge Mozartselbst, hätte spielen können. Dieser war nun in seinem sechstenJahre bereits so in der Musik fortgeschritten, daß sein Vater da-durch bewogen wurde, mit ihm und seiner Schwester, die edeosali« ,«in musikalisches Wunder war, ein« Reise nach München, !w I>reine sehr schmeichelhafte Aufnahm« fanden, l,iid darauf Nach Wie»zu machen, wo die beiden kleinen Virtuosen dem kaiserlichen Host :vorgestellt wurden. Die beispiellose Fertigkeit, die für sein dawo-liges Alter von allen als ein Wunder angestaunt wurde, erhieltnoch dadurch etwas sehr Interessantes, daß er nur vor eigentliche»Kennern spielen wollte, und das Lob der Menge ganz unbeachtetti«-. So verlangte er vom Kaiser Franz, haß er Wsgensril rrr>