Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Mvzart (I. C. W. A.) -or

me» lassen sollte;, dies geschah, und der junge Mozart spieltediesem zu dessen Überraschung eins sein r Concerte mit bewun-dernswürdiger Fertigkeit vor. Übrigens hatte er bis letzt, außerdem Clavier, noch kein anders musikalisches Instrument in Handengehabt. Aber es schien, als ob das Clavier allein schon ein zukleiner Spielraum seines ausgezeichneten Genies geworden wäre.In Wien hatte man ihm eine kleine Geige geschenkt, lluf der erbereits, als die Familie nach Salzburg zurückgekehrt war, widerWissen des Baters, solche Fortschritte gemacht hatte, daß er zumErstaunen aller Anwesenden die zweite Geige zu einem Trio miß! Präcision und Nettigkeit vorzutragen im Stande war. Von nunj sn zeigte es sich auch, daß das ganze innere Seyn, die eigentlicheIndividualität des jungen Mozart, der Musik hingegeben und nurdurch sie vorhanden sey; denn nur Musik beschäftigte ihn, nur Musikwar das Mittel, wodurch die Seele im Körper sich kündbar machte.Auch ist es schon aus dieser Periode höchst beinerkenswerth undgibt uns über den Charakter aller seiner Werke einen so höchst be-friedigenden Aufschluß, daß seinem Gehöre jeder Mißklang, jasogar schon jeder rauhe, schmetternde und durch Zusanimenstimmungnicht gemilderte Ton, wie z. B. der Ton der Trompete», uner-träglich war, ja, daß er sogar, wie wirklich einmal geschah, davorbleich, leblos und in Verzückungen zur Erde sank. Finden wir dieWirkung von diesem, nur für das Schöne und Reizende der Kunstempfänglichen Gemüthe nicht in allen Werken Mozarts wieder?Herrscht nicht, trotz der gewohnte» Bollstimmigkeit, so zu sag«»,

>n jedem Tacte derselben eine Klarheit, eine Lieblichkeit, die selbst»u ihren kühnsten Übergängen und Fortschreitungen auch dem unge-bildetsten musikalischen Sinne zur Wollust wird? Bewirkt nicht ebendiese klare Verständlichkeit der mozartischen Werke, daß sie alle,ohne Ausnahme, dargestellt, gesungen und von Allen mit gleichemEntzücken genossen werden? Übrigens erzählt man noch aus dieserPeriode, daß er einstens die, um einen halben Viertelten verschie-dene Stimmung seiner eignen Geige von einer andern, die er am, »oge vorher in einem fremden Hause gespielt hatte, zum Erstau-nen der Anwesenden, welche diese Geige holen ließen, anzugeben> »nutzte. Im Jahre 176z, also im siebenten Jahre des jung»n Mo-zarts, machte die Familie die erste große Reise außer Deutschland,wodurch nun der Ruhm des jungen Künstlers sich allgemein verbrei-te. Nachdem sie mehrere große Städte besucht und überall miti noudlgem Enthusiasmus aufgenommen worden war, kam sie rm! riovcaiber dessclicii Jahrs in Paris an, wo sie ein halbes ^zahr«erweckte und wo besonders der junge Mozart mit Ruhm und un-'ssjiützung gleichsam überschüttet wurde. Hier war es, wo er ine>ncm Acker von sieben Jahren seine beiden ersten Werke verfertigteund sie öffentlich bekannt machte. Im April 1764 reis'te sie überCalais nach England, wo sie sich bis in die Mitte des folgendenWahres aufhielt. Schon am roten ÄpriL desselben Jahres ließ sie>lch am königlichen Hofe hören, eben so wieder Lm folgenden Mo-»wie, wo der Sohn auch die Orgel des Königs spielte. Alle schätz-en hier sein Orgelspiel, In einem darauf folgenden öffentlichen«oucerte wurden nur Svmfonien von der Composition des jungenMozarts gespielt. Hier sowohl, wie bereits in Paris, wurden ihmst ichwecsten Elavrecsachen von Bach, Händel u. s. w. vorgelegt,

»c er alle vom Blatte und zwar im angemessenen Tacte und mit