Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Mund Municipal

Universität selbst den Kurator in der Besetzung der Stellen leitet,um sie mittelmäßigen Kreaturen und dienstbaren Geistern ertheile»zu lasten. Münchhausen besaß selbst einen großen, aufgeklärten unduniversellen Geist. In der Berwaltung des Landes zeichnete er sichdurch seine Milde und die Sorgfalt aus, alles zü befördern und zuunterstützen, was nur auf eine entfernte Weise zum Flor des Lan-des beitragen konnte. Indessen konnte er sich in diesem Zweige, sei-nes Dienstes in Hinsicht der Mittel zur Erreichung seiner Zweckenicht über die commeralistischen Ansichten seiner Zeit erheben. I»der Leitung der Universität hingegen zeigte er sich fast über sei«Zeitalter erhaben.

Mund ist diejenige natürliche Vertiefung des menschlichen Kör-pers, welche zum Athmen, zum Esten und zum Sprechen dient,und oben von der Gaumenhaut, unten von der Schleimhaut be-gränzt ist, welche letztere sie gänzlich bekleidet und sich. in die kufl-röhre und den Schlund fortsetzt. Born zeigt dr eine Öffnung i«die Quere, die durch die Trennung der Lippen sich vergrößert, mid-sich durch, ihre Zusammenfügung völlig schließt; hinten geht er i»den Schlund. Man unterscheidet einen vorder» und Hintern Theildes Mundes. Ersterer reicht von den Lippen bis zur Basis derZunge, enthält dieses Organ und ist von den Zähnen und tippe»umgeben; er wird beständig von dem aus den Drüsen, deren äußereKanäle sich in seinem Innern öffnen, fließenden Speichel angefeuch-tet. Letzterer reicht bis in den Schlund und enthält die Gaumen-decke, die Gaumenvfeiler, in welchen die Mandeln sich befinden dasZäpfchen und die Mündungen der custachischen Röhre. Durch lehnnhängt der Mund mit dem Ohre zusammen; eine andre Beröind«»-findet mit der Rase Statt durch die innern Nasenlöcher. Zu de«Krankheiten des Mundes, dessen Zustand einer besondern Aufmerk-samkeit in der Arzneikunde bedarf, gehören die zu große Kürze desZungenbandcs, die verschiednen Zahnkrankhcitcn, das wüde Zahn-fleisch, die sogenannte Fröschleingcschwulst, die Verletzungen derSpeichelcanäle und die pathologischen Affectionen des Zapfens mirder Mandeln, die Zerstörung der Gaumenbedeckung, und die Durch-bohrung seines Knochengewölbes selbst in syphilitischen Krankheit!«.

Mungo Park, s. Park (Mungo).

Municipal, Municipalitäten. Das Wort Municipalwird im gewöhnliche» Sinne mit städtisch gleichbedeutend gebraucht,so Municipalverfaffung statt städtische Verfassung, Municipaler- ^hörde statt städtische Behörde. Eben so versteht man unter de»Ausdrucke Municipalität oft nichts weiter, als eine StadtgemeindcIn unsern Lagen hat jedoch dies zuerst in Frankreich viel gebe«!! ^Wort dort eine vcrschiedne Bedeutung erhalten, indem man m»diesem Namen die Berwaltungsobrigkeit einer oder mehrererrneinden zusammengenommen bezeichnete, ohne weiter darausficht zu nehmen, ob diese Örter Städte waren oder nicht. Sosteht daher in Frankreich die Municipalität an jedem Orte aus u«Moire, dessen Adjunctcn und, wo es die Bevölkerung erfodert, oreinem oder mehreren Polizeicommiffärs, neben welchen Dehoremdie zusammengenommen den Titel der Municipalität führen, Mnoch ein Municipalrath findet, der seinem ursprünglichen Zwecke g -mäß die Kontrollen über die von dem Maire geführten Rechnuuf-siber die Ausgaben und Einiiahmeii des Orts führen und zug"^

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