Münnich
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ider die Bedürfnisse der Gemeinde Borschläge thun sollte, der abergegenwärtig größtentheils zu einer leeren Form geworden ist. Lr.
Münnich (Burkhard Christoph Graf von), russischer Staats-minister und Generalfeldmarschall, ward zu Neuhuntörf im Herzog-thiim Oldenburg am ylen Mai 168Z geboren, wo sein Vater, An-ton Güntber, als ostfriesischer Geheimerath lebte. Bach einem sorg-filtigen Unterrichte machte er eine Reise nach Frankreich, und tratIM als Hauptmann unter die darmstädtischen Truppen. 170Z be-gab er sich in casselsche Dienste, und aoancirte in denselben, nachseiner Befreiung aus der französischen Kriegsgefangenschaft, in welcheir 1712 >11 dem Treffen bei Lenain gerathen war, bis zum Ober-sten, und baute den Canal und die Schleuse zu Carlshaven; 1716lrat er als Oberster in sächsische Dienste, und wurde 1717 zum kö-niglich polnischen und churiürstlich sächsischen Generalmajor ernannt.Bon hier durch die Intriguen und den Neid des Generalfeldmar-schalls Grafen von Flemming vertrieben, ging er in schwedische, undnach Carls XII Tode 1720 in russische Dienste. Im Februar 172tbegab er sich nach St. Petersburg, wo ihn sein Glück erivartete.kchon am 22sten Mai ernannte ihn Peter der Große zum General-lüiltenant, Catdarina l. ertheilte ihm den Alexanderorden, undPeter j>, eroob ihn nicht nur 1727 zum General en Chef, sondernauch am 2gsten Februar 1728 sogar in den rmsiichen Grafenstand;isZi ward er Generalfeldzeugmeister, und im folgenden Jahre Ge-imalfeldmarschall und Präsident im Reichskriegscollegium, als wel-cher er der russischen Landannce eine neue Verfassung gab und dasadelige Cadettencorpö e »richtete. 1734 belagerte und eroberte erLanjig, ward bei seiner Rückkehr nach Warschau gesandt, um die inPolen ausgtbrvchnen Unruhen beizulegen, und unternahm 1735 denFeldzug gegen die Türken. In demselben verwüstete er 1736 dieCrimm, eroberte Otschakow, ging am zosten August 1739 bei Sin-ksNja über den Dnestr, legte den engen Weg beb Pcekop zurück,schlug am 2Lsten August die Türken bei Stewutschan, und bemach-klgte sich am zosten der Festung Cyotichin. Die Fiucht dieses Siegswar die Moldau, und Münnich ging noch mit großen Gedanke»um, welche oder durch den Frieden, den der deutsche Kaiser mildenEen schloß, vernichtet wurden. Darauf erfolgte der Friede zwi-schen Rußland und der Türkei am i8ten September 1739 zu Beh-grad, dessen Urkunde jedoch niemals öffentlich bekannt gemacht mor-sch ist. Münnich wurde bei seiner Rückkehr nicht nur zum Oberst-nMenarit der preobraschenskischen Garde erklärt, sondern die Kai-serin überreichte ihm auch eigenhändig einen kostbaren Degen, einblamantnes Ordenskreuz und einen Stern, und vermehrte seinen«ehan. Als diese Monarchin auf dem Todbette lag, brachte er esbahin, daß der Herzog Ernst Johann von Curland von ihr zumAgenten des russischen Reichs erklärt wurde, in der Hoffnung, debhrrzsg solle bloß den Namen führen, er selbst aber die Gewalt ha-°rn. Ha er sich aber in dieser Hoffnung getäuscht fand, so stürztew den Herzog wieder, und ließ ihn durch Manstein (s. oben Man-uls), gefangen nehmen, worauf die Prinzessin Anna dem ScheineM die Regentschaft führte. Weil er nicht Generalissimus werden"Ute, so ließ er sich zum Premierminister erklären, und betriebsolcher das Vertheidigungsbündniß mit Preußen. Als aber dieMsEn mit,Wien und Dresden in Verbindung trat, fand ers» beleidigt, daß er im Mai 1741 seinen Abschied federte. Ehe'"w. k«r. (N. «lull.) VI. gg