Murcia Murillos 53-
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rum iuscriptiorlUm; 6. Annali ü'Icolia cl,l prinaipio äe! 1 ' or»volx»r« iino all' »nna 1500. 7. Dell-, perfstl» possi» iralian».
Murcia, ein ehemaliges Königreich, und jetzt eine ProvinzSpaniens, welche gegen Osten an Valencia, gegen Norden an Ca-stilien, gegen Westen an Granada, gegen Süden aber a» das mit-telländische Meer gränzt. Sie hat auf einem Flächenraum von 240Qüadracmeilen gegen Z4o,noo Einwohner, und ist gebirgig, je-doch fruchtbar an Citronen, Pomeranzen, Oliven, Mandeln, Maul-beeren, Reiß, Hülsenfrüchten und Zucker,und wird daher der Lust-garten des KönigL von Spanien genannt. Die HauptstadtMurcia, am Segura gelegen, zählt 44,000 Einwohner, hat außer-halb ein Castell, Monteagudo genannt, und treibt ausgebreitetenHandei mit Seide. Luch' ist hier «ine große Salpetersiederei. DieKathedralkirche ist ein prachtvolles Gebäude. Der hier resiswendeBischof hat aber die Benennung nicht von dieser Stadt, sondernvon Carthagena. Die Inquisition hat hier ein Tribunal.
Muret (Marcus Anton), wurde am i2ten April 1Z26 zu Wir-ket, einem Dorfe bei Limoges (von welchem er auch seinen Namenhaben soll), geboren. Seine ersten Studien trieb er wahrscheinlichzu LimogeS. Don seinem i8ten Jahre an lehrte er die humanisti-sch;» Wissenschaften zu Agen, auch Billeneuve, PoitierS, Bor-deaux, Paris und Toulouse, an welchem letzter» Orte er sich auchl auf die Jurisprudenz legte. 1554 ging er nach Venedig (wovonnach den unwahren, von seinen Feinden ausgesprengten Gerüchtenj die Ursache gewesen seyn soll, weil er in Tsülouse wegen Sodomi-! lern in einer Untersuchung befangen gewesen sey, die für ihn nach-
> lheilig abgelaufen sey). Hier und zu Padua lebte er wechselsweisesechs Jahr, und theilte seine Zeit zwischen Unterricht und Bücher-schreiben, bis ihn der Cardinal "Hippolyt von Este zu sich nachRom berief, um ihn zu verschleimen Geschäften zu brauchen. Mit
> ihm machte er 15Ü2 eine Reise nach Fränkreich, und sing nach seinerRückkehr nach Rom im Jahr ig6z an, sowohl über Classiker undPhilosophie, als über dps bürgerliche Recht öffentlich zu lehren.
l 1576 ließ er sich zum Priester weiden, und 1Z84 legte er seine Leh-^ rerstelle nieder, und brachte in stiller und frommer Ruhe sein übri-ges Leben zu, das er am 4ten Juni 1585 in seinem üysten Jahrebeschloß. Er war ohne Widerrede einer der trefflichsten lateinischenStylisten neurer Zeit, ein Mann von Scharfsinn und Geschmack,und verdient unter den Philologen und Kritikern einen ausgezeich-neten Rang. Neben seinen vsrii» leccioni!,»» (von F, A. Walszu Halle, 1791, gr. 8. neu herausgegeben) und Erklärungen ein-zelner Classiker hat er sich vorzüglich durch seine Reden berühmtgemacht, welche ganz das Gepräge des classischen Alterthums ansich tragen. Seine sämmtliche» Werke sind zusammengedruckt zuVerona 1727, 5 Bände 8-, welche Sammlung aber kaum die Hälftederselben enthält, und äußerst nachlässig gemacht ist, Weit voll-ständiger, genauer und kritischer ist die schöne von David Ruhn?ken zu Leiden 1789, in 4 Großoctavbänden besorgte Ausgabe, A—-»>
1 Murillos (Bartbolomeo Stephans), ein berühmter spanischerMahler, gebore» zu Sevilla im I. 1618, zeigte schon früh ein«außerordentliche Kunstanlag«, und empfing den ersten Unterricht imserchnen von seinem Anverwandten, Juan del Cgstillo, Murillosmachte schnelle Fortschritte. Er arbeitst?, als sein Lehrer stch in