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Cadir niedergelassen batte, für sich allein, was ih« aufgetrage» ^wurde, und erwarb sich eine große Fertigkeit des Pinsels und eingefälliges, jedoch etwas manicrirtes Colorit. Aus dieser erstenPeriode siebt man mehreres von ihm zu Sevilla. Eine Menge vonihm gemahlter Heiligenbilder ging nach Indien; von dem daraus ^gclös'ten Gelde ersparte er ein hinlängliches Reisegeld, um nachMadrid zu gehn, wo sein Landsmann Belasquez ihn sehr wohl-wollend aufnahm, und ihm die Erlaubniß verschaffte, die Meister-werke von Litian, Rubens, Bandyck, Ribera, so wie seine eignen,zu copircn. Nach einigen Jahren kehrte er nach Sevilla zurück, ! ,wo er durch seine Gemählde im Kloster Francisco allgemeines Er- istaunen erregte. Sie waren in dem den Spaniern noch unbekann- ^tcn Style der Vandyk, Spagnolet und Belasquez ausgeführt, und !erwarben ihm viele Aufträge. Seine ruhmvollste Periode war in- ^deß von 1670-80, während welcher er neben andern acht großeWerke für die Kirche des Hospitals Sän Jörge della Caridadmahlte. In diesen Bildern zeigt sich sein großes Verdienst: seinegründliche Kenntniß der Anatomie in der Figur des Gichtbrüchigcn;die schönen Massen seines Licht- und Schattenspiels in der Erschei-nung der Engel bei Abraham; der Adel in dem Charakter seinerKöpfe, besonders von Christus und Moses und dem Vater deß ver-schwenderischen Sohns; der Ausdruck in der innigen Reue diesesLetzten;; die herrliche Composition, die richtige Perspektive, unddas Colorit in allen. Eine Arbeit von ähnlicher Vollkommenheitwar diejenige für die Kirche de los Venerablcs, ferner in dem Klo-ster der Capuzincr. Für eben diesen Orden mahlte er zu Cadirein großes Altarblatt, aber noch vor Vollendung desselben that ereinen unglücklichen Fall, der ihm eine gefährliche Krankheit zuzog.
Er kehrt« nach Sevilla zurück, und starb daselbst 1682. Richt nurdurch seine zahlreichen und trefflichen Arbeiten brachte er die Mah-lerkunst in Spanien in Aufnahme, sondern auch durch eine Akade-mie, deren Stiftung ihm trotz aller Hindernisse gelang, und deren >Präsident er seit 1660 war. Seine Schüler wichen jedoch nur zubald von dem großen Styl ihres Meisters ab, um sich einem be- .quemern Naturalismus zu überlassen. i
Murky ist eine veraltete Art kleiner Tonstücke für das Kla-vier, in welchen der Baß durchgehends aus gebrochnen Octaven be-steht , daher Murkybäffe. In dem zösten der kritischen Briefe überdie Tonkunst findet man die komische Entstehungsart dieser Ton- istücke. j
Murphy (Arthur), ein englischer Dramatiker, geboren M sCork im I. 1727. Nachdem er zuerst in der Handlung, dann beieinem Rechtsgclehrten sein Glück versucht hatte, unternahm er emJournal unter dem Titel ll'iie 6ra^'»-lnu ji-urnal zu der peilwo Johnson den Rambler herausgab. Dieses, wiewohl oberfläch-liche, Werk fand Beifall und verschaffte ihm Johnsons FreundschasnBald daraus fing er an, für das Theater zu arbeiten; er trat selbßin der Rolle des Othello auf, siel aber durch. Dagegen geiielmseine Stücke. Sein griechisches Mädchen gehört zu den be-liebtesten Trauerspielen in England; sein Slyl ist edel, emfachund elegant, aber wenig kräftig. Seine besten Komödien smo-Alle Welt hat Unrecht; die Schule der Vormünder,der Feind seiner s>lbst; die Wahlu. s. w. Diese Stuelsind als ziemlich treue Gemählde der Sitten auzusehy. Mehr t - ^