Band 
Sechster Band. M und N.
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! Nassau (die Häuser) S9S

^ Adolph von Nassau war, das kaiserliche Diadem nicht. Erstellte sich an die Spitze seines ihm treu gebliebnen Heeres, undrückte bis Oppenheim vor. Albrecht nahm bei dem KlosterRosenthal seulen Stand. Am stell Julius des I. isytz kames in der Nähe desselben und des am hohen D onn ers b erg e inder Herrschaft Kieck leim belegnen Fleckens Gell he im zwischenbeiden zur Schlacht. Adolph siegte; aber bald ermannte sich Al-brecht, sammelte seine versprengte, Reiterei, und das Treffenerneuerte sich mit verdoppelter Wuth. Adolph ward voni Pferdegestürzt. Diejenigen, die ihn fallen sahn, hielten ihn für todt; aberschnell schwang er sich auf ein andres Roß, warf, um desto sicherererkannt zu werden, seinen Helm von sich, brachte sein weichendesHeer wieder in Ordnung, drang mit dem Vocsatz, Albrechtcnaufzusuchen und zu, durchbohren, wo er ihn finde, auf ihn ein undrief ihm zu, als er seiner, ansichtig wurde: „Du sollst mir nichtentkommen. Hier trittst Du >»e>n Kaiserthum mir ab!" Albrechterwiederte: „Das ist in Gottes Macht!" und in dem nämliche»Augenblick unterlag Adolph dem Schwerte Albrechts. Er sankvom Pferde, ward umringt und m t vielen Hieben niedergemacht.Er fand im Kloster Rosenthal sein Grab, weil Albrecht nichtwollte, daß er zu Speyer neben den andern dort ruhenden Kai-sern beigesetzt werde. In der Folge aber wurde von Heinrich Vtl.seine Leiche dorthin gebracht, wo fle (sonderbar genug!) nebeltAlbrechts Sarge ihre Stelle erhielt. Auf dem Schlachtfelde wurde'hm ein Denkmal mit der Inschrift errichtet: Käoixku» a IV»,sau»<bom. ilikisriicikui: »pust tlsllanlcsiiri. Adolph hinterließ

ünf Söhne, Heinrich (der in der,Blüthe seiner Jahre starb),Ruprecht (der sich mir Gutha, des Königs Wenzels iirBöhmen Tochter, vermählte), Gerlach, der ihm in,der GrafschaftNassau nachfolgte, und Adolph und Wallram, deren Schick-sal Unbekannt ist. Gerlach, auf den hier allein Rücksicht zu neh-men ist, brachte auch die Burg und Start Weilnau nebst einemTheile dieser Herrschaft an sich, und hinterließ zwei Söhne, Adolph»nd Johann I. Ersterer besaß W:« baden, und Jdstein»Johann I. erheirarhcte mit seiner ersten Gemahlin Mehren-de rg, Gleiberg.cmd den Hüttenberg, und mit der zweitendie Grafschaft Saarbrück; auch brachte er das halbe Amt Kir-bcrg an sich. Durch seinen Sohn Philipp ward den naffauischenLändern durch Krrchheim, Stauff, Polanden und Rei-cheisheim ein neuer Zuwachs ertheilt. Nach seinem Tode erhieltsein ältester Sohn, Philipp II, Mohrenberg und Gleichen,sein zweiter Sohn, I» halln II-, die Grafschaft Saarbrück;Kirchheim, Stauff und Polanden wurden von Beiden ge,meinschaftlich regiert. Johanns, II Sohn, Johann Ludwig,brachte durch Heirat!) die Grafschaft Saar werde» und die Herr-schaft 8ahr an sich. Philipp ll. hingegen führte die weilbu lo-gische Linie fort. Derselben! sielen, nach Johann LudwigsTode, hie n a ssa u - saa rbr ücki sch e n und saarwerdeni»

! sSsn Lande nebst der halben Herrschaft Kirchh'eim anheim.

i vein Urenkel, Phisiipp III-, hatte zwei Söhne, Albrecht undPhilipp iv. Nach dem Tode ihres Wetters, Johanns IV,»es oüerwähnten Johann Ludwigs Sohn, sielen ihnen die»asfflu -saarbrückischen und saarwerderischeiV Länder,»ebst der halben Herrschaft ^irchheim, durch Erbrecht anheim.

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