Natur
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dir Aussage der Clairvsyanten diesen in den Zuständen ihrer Ent-zückung öfters schöne Gegenderl, reizende Raturanfichtcn vor denLugen der Phantasie erscheinen, und bei mehrern bestand das An-genehme jenes Zustandes vdrzüglich in dem Erscheinen, und geistigenBeschauen jener Naturbilder. Auch der ehrwürdige Stilling erzähltvon sich selber, daß ihm bei dein Schreiben seines merkwürdigenH-imwehbuchs vorzüglich oft himmlisch schöne Landschaften, rei-zende Naruransichten vor der Seele geschwebt hätten, und hält dieseinnern Erscheinungen für Einwirkungen und Rührungen aus einerhöheren Region. Die Sprache der Poesie und des Prophetenthumsbesieht vorzüglich in solchen Raturbildern, und auf der höchste»Begeisterungsstufe des letzter» verwandeln sich die Wllrte ganz i»Nalucbilier und Gestalte», worin sich einem solchen Cl-urvvyan»cnhöherer Art die Begebenheiten der Zukunft und die Worte einer hö-her« Region kund thun. Auch zu uns spricht zuweilen die äußerebc«lur bei dem stillen einsamen Betrachten einer schönen, großarti-gen Landschaft, oder einer vorzüglich imposanten Naturerscheinung,eine. solche, nicht leicht in Worte zu übersetzende Geistersprache unddas Seinen, die Vorahnungen, die dann zuweilen i<runs erwachen, finden wohl ihre Befriedigung und Erfüllung nichtin dem jetzigen Daseyn, sondern sind uns Boten aus einer fernenHoheit. Zutunft. Sie sind uns jener bessere Bell ' des Dionysos,der uns die Augen über Gegenwart und Zukunft von neuem öffnet,und die Sehnsucht nach der Heimkehr wieder in uns erweckt. Bondieser Leite.ist uns demnach die Natur noch immer, was sie denLehrern des Alterthums war: eine Bilder - und Hleroglyphensprache,worin die Gottheit mit und zu uns redet, uns ermähnt, er-weckt, belehrt und tröstet, obgleich von jenen hohe» Hieroglyphenviele serniischi und unkenntlich, viele entstellt und zu einer geradeumgekehrten Bedeutung gemißbraucht worden. Aber auch in derandern oben erwähnten Bedeutung zeigt sich uns die Natur nochjetzt als bergender und wohlthätiger, aber auch zugleich als verfüh-rerischer, gefährlicher Aufenthaltsort auf der Pilgerreise der Seelenzur Helmath. Ein Theosoph und Philosoph der neuern Zeit (St.Martin) vergleicht die-Natur mit einer bergenden Decke, welcheeine höhere wohlthätige Hand über die Schrecken und Gefahren ei-nes furchtbaren Abgrundes, die sich öfters durch jene Decke hindurchzu uns herauf erycben, hinweggebreitct und gebaut habe, welche»der zugleich auch von oben die Strahlen einer höher» Sonne zwarleicht hindurch ließe, aber dieselben auf mannichfaltige Weise brächeund trübe. In der That kennt jeder von uns aus der frühernphantastischen Zeit der Kindheit jenes Gefühl der Sicherheit unddes Schutzes, welches uns nach dem Erzählen und Anhören gespe»-j uerhaster Mährchen dann anwandelt, wann wir von dem grausen-1 erregenden einsamen Orte in eine geräuschvolle, lebhafte Umgebungkommen; jenes Gefühl, das uns such dann erfüllt, wann nach derlebhafte Furcht einer in Einsa.iikeik durchwachten Nacht auf-ein-mal hxe helle Lag anbricht, der uns die ganze lebendige Umgebung" bunten Mannichsaltigkeit wieder sichtbar macht. In solchen
nächtlich einsamen oder sonst Furcht erfüllten Augenblicken war eSuns, arg ob jener Abgrund, jene Region des Schreckens mit ihre»«urchtgestallen uns naher getreten wäre, und in den daräirf fol>Anoen wieder beruhigenden Momenten war es uns, als ob die! «eggende, schirmende Decke M.ftder über jenen Abgrund hinweggczo-
«»Iw. bis. (N. tznft.) VI. ' zy