6ro Natur
gen, die Zwischenmauer zwischen ihm und uns von neuem aufgestellt i
würde. Auf der andern Seile haben die Mystiker der höher» und s
niedern Art zu allen Zeiten behauptet, daß die möglichste Erde- >
bung über jene Decke, die möglichste Enthüllung derselben nöthigsey, wenn die Strahlen der höhern Region rein und ungetrübt zv I
uns gelangen sollen. Jene verhüllende Decke, welche in den Ge- ,
Heimlehren des Alterthums als der eine, der Taumel-Becher des ^
Dionysos (des Repräsentanten und Herrschers der Sinnenwelt) er-scheint, muß in unsrer Zeit durch die über alle Theile der Natur j
künde so reiche Aufschlüsse gebende Geschichte des magnetischen Hell- > !
sehens und der damit verwandten Erscheinungen eine neue Leunivg Ierhalten. Wenn die Seelen jenen einen Becher des Dionyses iee- i
rc«, heißt es, vergessen sie der Heimath, erlischt in ihnen tu !
schmerzliche Sehnsucht nach ihrem Ursprung, verlieren sie die Kennt- §
nist ihrer Vergangenheit, bis der andre bessere Becher ihnen gcreiat ,
wird, der auf ein mal dir entschlafene Sehnsucht nach Rückkehr, i
die verloren Hegangne Erinnerung an die Heimath wieder ausweeA.
Auch der gewöhnliche (sogenannte wache) Zustand des Lebens schein! jim Vergleich «nt jenem des Hellsehens, wobei gewöhnlich eine deut-liche Erinnerung aller im Wachen längst vergeßnen Momente derVergangenheit, und ein ungewöhnlich klarer und deutlicher Blick inalle höhern und niedern Geheimnisse des Lebens und in das Räth- ,sel seiner Bestimmung Statt findet, in einem beständigen Vergesse« ,und nur momentanen Wiedererinnern des eigentlichen Losungswor- ites unsers Daseyns zu.bestehen. Beim Erwachen aus dem Zustanddes Hellsehens wissen die magnetisch Hellsehenden nichts mehr vo»Allem, die Decke, welche alle jene geistigen Erkenntnisse verhüllt,zieht sich von neuem vor, und nur der Tod nimmt dieselbe ganz l >hinweg. Hierin erscheint die zerstreuende, den äußern Sinn i» !Anspruch nehmende äußere Umgebung des alltäglichen Lebens, wüder Taumelbecher des Dionysos zu wirken, das stärkere Geräuschmacht das leisere unhörbar, das hellere Licht überglänzt das schwä- §chcre, das sinnliche Leben in uns armen beidlebiqen Wesen das ierst aufkeimende geistige. Der Zustand des magnetischen Hellsehens §wird dadurch möglich, daß die Seele von der äußern Sinnenwelt ,zurück iu ihr Innres gezogen wird. Jene Zurückgezogeuheit ins >Innre wird beim .magnetischen.Hellsehen nicht durch den freien <Wollen und durch erneu höhern Act der Sslbstverläugnung bewirkt, ,sondern sie geschieht unwillkürlich, nach dem Wirkungsgesetz kbrper- >kich - organischer Kräfte (man sehe den Artikel Magnetismus); es 1gibt aber eine andre, freiwillige Zurückziehung aus dem die innre lleise Stimme übertäubenden Geräusch der Sinnenwelt ins Innre, , lwelche nur durch Selbstüberwindung möglich wird; und durch jene ,freiwillige Zurückziehung gelangt die Seele zu einer ganz neuen, jhöhern Art des Hellsehens, welche durch kein Wiedererwachen un-terbrochen wird, weil sie selbst der eigentliche und ursprüngliche Zu- - jstand des Wachens unsrer Natur ist. In der That, nur Erfahr»«- ^ igen dieser Art sind es, welche jenen andern, für uns sehr demu- > >
thigendcn, daß z. B. schon der volle Magen, Unverdaulichkeit u»° i >andre krankhafte Zustände dieser Art uns auf ein mal die Reg»" ! !
unsrer Erkenntnisse verengern und unzugänglicher machen können, ,ein tröstendes Gegengewicht zu hallen vermögen. Der Tauweihe- ^ ,
eher, den uns Dionysos als Herrscher der Sinnenwelt reicht, >ll ^ >
tiebe und Anhänglichkeit zu dem Sinnlichen; -er im jetzigen ZuM' > i