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kelt wieder ab, mit der es herbeigeströmt war. Diejenigen, welchein diesen Nanmachien fochten und daher Raumachiarii hießen, wa-ren, wie gewöhnlich, die Gladiatoren, Sclaven, oder Leure aus derniedrigsten Classe, Gefangne und zum Tode verurtheilte Verbrecher.Ihre Bestimmung war zu sterben, und nur ein günstiger Zurufdes Volks oder des Präsidenten der Spiele konnte sie, wie dieGladiatoren, retten. So riefen an einem der glänzendsten Seege-fechte, welches der Kaiser Claudius dem römischen Volk auf demSee Fucinns gab, die Fechtenden ihm die grausenvollen Worte zurAv«, leriziorsroe, rnoriruri to enintanr, und als sie daS Xvelavo,. das ihnen der Kaiser zur Antwort gab, für ein Zeichen derBegnadigung hielten, und sich weigerten zu kämpfen, mußten sie eistdurch die schrecklichsten Drobungen zum Kamps auf Leben und Lobgezwungen werten. Bloß am Fuß des Berges Griffen« bei Ealcr-no in Sicilleii hat man in der Bildung eines kleinen Sees Spu-ren einer alten Naumachie zu entdecken geglaubt.
Raum ann (Joh. Gottlieb oder Amadeu«), churfürstlich säch-sischer Kapellmeister zu Dresden, ward in der Nähe dieser Sradr,zu Blasewitz, im Jahre 1741 geboren. Sein Vater, ein unbemittel-ter Lsndmann, erlaubte ihm, da er die vorzüglichen Anlagen desKnaben zur Musik bemerkte, statt der Schule seines Dorfes eineSchule in Dresden zu besuchen, wo er brffern Unterricht und mehrGelegenheit fand, seine musikalischen Talente auszubilden. EinMitglied der königlich-schwedischen Kapelle zu Stockholm, durchZufall in das Haus von RaumannS Baker geführt, erstaunte, hierein Klavier und Musikstücke zu finden, deren Ausführung er fürsehr schwer hielt. Der alte Raumann nannte seinen dreizehnjähri-gen Sohn als desjenigen, der diese Stücke spiele, und der fremdeVirtuos erbot sich, den jungen Menschen, der so viel Anlage ver-rieth, mit sich nach Italien zu nehmen. Der Vater gab nur mitMühe seine Einwilligung dazu. Daß neue Verhältniß, in welchesder junge Naumang trat, war mit vielen Unannehmlichkeiten ver-knüpft. Er mußt« seinem Herrn die niedrigsten Dienste leisten undwar oft dem Mangel Preis gegeben. Kaum konnte er Zeit ffnde.n,,sich auf der Bratsche auszubilden. Zu Fuß folgte er seinem Herrn,der mit der Post reis'te, im Jahre 1758 nach Italien, und wäh-rend dieser hier zu Padua den Unterricht Tartini'S benutzte, mußteder junge Raumann seinen Unterhalt mit Rotcnschreiben verdienen.Einst, als er, wie gewöhnlich, das Instrument seines Herrn zuCartini trug, wagte er es, diesen großen Virtuosen um die Er-laubniß zu "bitten, an der Thür seines Zimmers der Lehrstundezuhören zu dürfe». Tsrtini nahm ihn sogleich unter seine Schülerauf. Bald darauf erhielt er such in Herrn Hunt einen gütigernHerrn. Nach einem Aufenthalte von drei Jahren und zwei Mona-ten zu Padua verließ Raumann diese Sladt, um in Gesellschaftdes Herrn Pitschcr, der auf Kosten des Prinzen Heinrich eine Reisedurch Italien machte, sich werter auszubilden. In Neapel, wo ersich 6 Monate aufhielt, erwachte seine Vorliebe für theatralischeMusik. In Bologna benutzte er die Freundschaft des berühmtenVater Martini, um seine Kenntniffe zu erweitern. Als Herr Pit-scher seine Rückreise antreten mußte, ließ sich Raumann, da derfortdauernde siebenjährige Krieg ihm die Rückkehr nach Sachsen t*r-derrieth, in Venedig nieder, wo er Unterricht ertheilte, und mitBeifall einige theatralisch« Csmpositionen gab. Der Wunsch, seine