Nebel Nsbukaduczass Sz7
^ Hitze des Sommers wird durch die vom Meere kommenden kühlen-den Westwinde gemäßigt. Indessen sind auch hier, wie in allensüdlichen Städten, die Nächte oft geräuschvoller und lebhafter, altdie Tage. Die Häuser sind meistens 7 bis 8 Stockwerk hoch undman tadelt an ihnen den Mangel des edleren Geschmacks in derBaukunst, den man doch in andern Städten Italiens bemerkt.Indessen gibt es doch liier einige vortreffliche Gebäude im ede>stenStyl. Vorzüglich verdient das Theater von Sän Carls als eintder größten und schönsten Theater in der Welt bemerkt zu werden.Das Flüssig- oder Nichtflüssig - werden des in der erzbischöftichenDomkirche in zwei crystallnen Flaschen aufbewahrten Bluts des hei-ligen Januars am ersten Sonntag des Mai ist für das ganze Jahreine günstige oder ungünstige Vorbedeutung. In der neuen Masrienkirche findet man das Grabmal des berühmten FeldherrnEonsalvo von Cordova (s. d. Art.). In der Nähe der Stadt be-findet sich außer der berühmten Grotte von Pausilippo (s. d.Art.) das Grabmal Virgils. Historisch merkwürdig ist die Stadtdurch den Aufruhr des Masaniello, den der Druck der spanischenHerrschaft im I. 1647 veranlaßte. Die Nähe des Vesuvs, dessen«st unschädliche Ausbrüche zuweilen die Nächte von Neapel erleuch-ten und seinen Bewohnern das herrlichste Schauspiel gewähren, hatdie Stadt indessen von Zeit zu Zeit bedeutenden Gefahren ausge-setzt. Der Schade,-welchen das Erdbeben vom 26sten Juli 1805-wodurch fast alle Gebäude beschädigt wurden, anrichtete, betrug anro Millionen Ducati.
Nebel (aus dem Lateinischen). Unter Nebel versteht man diezuweilen über der Oberfläche der Erde sichtbar schwebenden Dünste,welche eigentlich ein Riederschlag der Auflösung des Wassers in derLuft oder niedriger stehende Wolken sind. Da dieser Niederschlagnur dann Statt finden kann, wenn die obere Luft schon mit Wasser-theilen hinlänglich gesättigt ist, so zeigen sich die Nebel nur beisehr feuchter Lust. Die auf Wärme erfolgende Erkältung der Luftist die gewöhnliche nähere Veranlassung der Nebel, die daher beiuns ,m Herbste, wo die Tage oft noch sehr warm und die Nächtekalt sind, am häufigsten bemerkr werden, weßhalb auch die aufge-hende Sonne durch die Kraft der wiederkehrenden Wärme sie gewöhn-lich wieder zerstreut. Hier tritt ein doppelter Fall ein: ist durchtue Sonnenwärme die Auflösungskraft der Lust hinlänglich verstärkt,st fällt der Nebel als Heu- oder Staubregen zur Erde nieder, und<s wird heitres Wetter; wird hingegen die Luft in den obern Re-gionen schwerer, ohne mehr Auflösungskraft zu erhalten, lo ziehtsich der Nebel in die Höhe und wird zur Wolke, welche dann sehrI «st als Regen wieder herabkommt. In den Ländern, wo der Bo-! ben stärker ausdünstet, z. B. wo viele Sümpfe, Flüsse undSeen sind, zeigen sich natürlich die Nebel häufiger. — Mit deneigentlichen Nebeln muß der Höherauh oder Heiderauh nicht ver-wechselt werden. (S. d. Art.)
Nebelstern, s. Stern.
Nebensonne, s. Sonne.
. Neblikadnezar, König von Babylon und großer Eroberer! sn Asien, regierte von 606 bis 56z vor Christo. Er war der Sohnleues Nabopalassar, welcher (bzo—626) das babylonische Reich! aufs neue von der assyrischen Monarchie unabhängig gemacht hatte.Aebukadnezar erweiterte das babylonische Rpich durch seine Erobe-