Band 
Sechster Band. M und N.
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644 Neger ,.

in.der Lchqt ist nicht zu leugnen, daß schgn die äußere Bildung derMohren in Afrika viel sü encr und edler ist. Im Allgemeinen sinddie Reger indolent, rachsüchtig, und scheinen, wie die slavischenNationen, nur zu mechani chc» Arbeiten geschickt. Wenn die Ver-theidiger det Neger einige Züge von Gutmürhigkeit, G stfreiheihkindlicher Liebe und Anhänglichkeit an das Vaterland anfahren, sostekgeffen sie, daß diese Lugesiden, welche zum Theil im HörernGrahe bei gewissen Lhsergarrungen gejundcn werden, noch keineAnlage zu einer höher» Ausbildung verrathen, Wenn sich auseinem Sclavenschiff von igo Reqe.n eüjmal 25 fanden, welchearabisch schreiben konnten, so deweii't dieses nur das MechanistTalent dieser Menschen. Welchen Geschmack mag wohl der Reisendsgehabt bähen, der schreiben., konnte: Oss isvo^re« omr Arr gout.Eher wollen wir glauben, was derselbe schreibt: Oe» tsmmcs »o,ntoujour» dunn»r wt 0 o.iirg 1 a 1, »I> l v s, ohne daß wir jedoch hierinBeweise einer hoher» Eulturanlage sinken könne». Die Übel der des-potischen Verfassung der kleinen Negerstaatcn, in weichen dcrDeSpoliS-mus der kleinen Könige nicht einmal Nutze im Innern gewährt,lind zwar durch die Neiziingen des S.lavenhandcls vermehrt wor-den; allein sie waren doch schon von Ansang an vorhanden, undschwerlich möchten die Reger, sich selbst überlassen, zu einer erträgli-che« Verfassung kommen. Seit mehrern Zähren hat sich in Eng-land eine afrikanische Gesellschaft gebildet, welche die Ausbildungder Neger zum Zweck hat. Die Frage, ob die Neger einen hohenGxäd von Perfectibilität besitzen oder nicht, darf übrigens auf dirAbschaffung des Sclavcnhand'eis keinen Einfluß haben. Die bekann-testen Rationen der. Neger And: die Maudingoes, ein zahlreichesWölk, das sich von der' Küste wahrscheinlich bis zum Ursprung desGambia hinzieht; die Jalofi oder Quälest an der Nocdseite. deSGambia in SenegaMbie.11 ;'die Dahomer, welche seit 1724 sich auchder kleinen Reiche .Whidab und Ardoa bemächtigt haben; die Kou-rier in Nieder-Guistea, wozu nuch noch die Angolacr und Benguil-le'r gehören; die Äarrous in Oder-Guinea, welche sich von den Finlah.s getrennt haben und das Land vom Cap Monte bis zum FlußSicr'ra Leone behaupten; die Lnziskos im obern und NiedernÄkhic-s^en anf der östlichen Seite von Kongo; die Jagga's, weichevon Einigen mit dkn Atziko's verwechselt werden, von den Gränzenvon Abh Üünen bis zum Gebiete der Koffern; die Gella's, derenSprache ,M keinem äthiopischen Dialect übereinkommt, bilden sechsVölkerschaften:» ihrem ursplüngüchen Gebiet an den Gränzen vonAbyssinies. O»d Ajan. Ein Theil von ihnen besitzt seit 15Z7 diesüdlichen ProveNzen von Abyssimen; die Mambo's und Zimoo-s inMono Emugi; die Mokatanjis, der herrschende Stamm in Mono-in.otap>a, aus welchem die Kluser dieses Ncichs gewählt werden; dieSarnk rlez in Galani, 'leiser Landschaft in Nig irc,en. Außer diesenHaupt sitzen der Reger befinden sich auch noch Reste und Zweige die-ser Neman in Marcelo, Biladulgerid, auf der Küste von Ajan, inTunis, wo sie vnier den Abuchess (1206 — 1575 hcrrfchend wur-den; i.n dem größer»'Theile von Madagaskar, auf mehreren ostind»schcn und in den Südseeinseln, wo sie die ältesten Einwohner zusehn scheinen. Daß sie 'äls Sclaven sich in den meisten europäische»Colonien in Amerika befindest, ist schon bemerkt. Hier führen vielev«>! ibnlN, denen es gelang, sich in Freiheit zu setzen, i» einemwilde »'und unabhängigen Zustand, da, »0 unzugängliche Gebirge