6 «6 Nekrolog Nekromantie
emander bestehen; die Leidenschaft aber eine herrschende, überwiegendealles a-ibre Interesse verschlingende und durch fortdauernde Gewöh-nung käst unwillkürlich gewordne Bcacvrung ist, wodurch, wieder Name auSkaar, die Selbstlhätiqkeit des Geistes, od r der Willegestört und unterdrückt wird, uvd die Seele sich in dieser Hinsichtwehr leidend verhält.
Nekrolog, Nekrologs?, aus dein Griechischen, wo eSüberhaupt ein Lodrenverzeichniß bedeutet, nennt man die Nachrich-ten von dem Leben verstorbner merkwürdigen Männer. Am häufig-sten sind die, Nekrologe, welche bloß verstorbne Gelehrte Herrchen.In Deutschland ist der von Schlichtearoll herausgcgebne Nekrologbesonders geschätzt worden. In -cn Klöstern und geistlichen cath«-lilchen Triftunaen nennt man Nekrolog das Verzeichnis der Lkic,Vorsteher und derjenigen, die sich durch Woblrhaten und Vermächt-nisse besonders um die Stiftung verdient gemacht haben.
Nekromantie, aus dem Griechischen von --kj-o.»«>-i-k.«.(auchsagt man), bezeichnete im Alterthum das Vorhersa-gen der Zukunft durch Betrugen der Todten, und war eine Art deralten Dioination. Biese Titte stammt, wie fast alle abergläubischscheinenden Gebräuche, .aus dem Orient, und verliert sich in datgraueste Alterthum. So lange w.r über die Entstehung desjenigen,was wir Aberglauben nennen, und se-nen Übergang aus Asien undÄgypten in die griechischen Sitten noch keine vollständigen und ge-nugthilenden Aufschlüsse haben werten, so lange werten nur auchnickt im Stande seyn, den u'sprünglichen Begriff, die Beichasten-heit und mannochfaltige Abartung der alten Nekromantie genau an-zugeben. Einige haben zwar behauptet da? die Nekromantie nichlerst aus Ägypten oder Persien nach Griechenland gekommen, son-dern in diesem Lande selbst entstanden sey. Alle n die es möcht!schwer zu beweisen seyn. Der erste griechisme Schriftsteller, bei demwir ein Beispiel der Nekromantie finden, ist Homer, der im eistenBuch seiner Odyssee den Schatten, des Liresias vom Ulysses ausder Unterwelt hervorrufen läßt. Die Gebräuche, welche daselbstbeschrieben werden, einhalten durchaus nichts zauberisches, und be-stehen im Grunde bloß in einem mit besondern Eeremonien vollzo-genen Opfer. Die Beschreibung dieser Nekromantie beim Homerbeweist indessen schon, daß diese Ant der Dioination selbst schonweit früber in Griechenland üblich gewesen seyn muß. In manchenÖlten dieses Landes gab es Todtenoraket, deren Ursprung sich >"das Dunkel der Geschichte verlor, und selbst die Sage vom Herab-steigen des Orpheus in die Unterwelt ist von Einigen auf Rekro-mantie bezogen und als ein Beweis von dem hohen Alterthum diesesAberglaubens »»gesehn worden. Indessen scheint es zweifelhaft, odder von vielen griechischen Heroen vorkommende Ausdruck, sie seyenin die Unterwelt hinabgestiegen, so viel bedeute, als sie hätten einTodtenvrakel befragt. Während im übrigen Griechenland die Ne-kromantie unter Leitung der Priester oder gottgeweihter Personenin Tempeln ausgeübt wurde, beschäftigten sich in Thessalien, »e«Vaterlands aller Zauberei, damit eigne Personen, welche chi-x«?»)'"(Heraufführer der Schatten) genannt wurden, und zauberische Ks-b äuche dabei anwandten. Diese zauberischen Gebräuche führten i»ü'ätern Zeiten in diesem Lande zu den größten Gransamkeiten, i»-wm die Zauberer dem menschlichen Blute und allem was vom Kat-zen und aus Gräbern kam, eine höhere Kraft zuschrieben, und w