Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
656
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6 z 6 NereuS

lich mit dem ttlten italienischen Gott Census vermischt worden zuseyn. Als die Römer eine Art von Seemacht bekamen und mit dergriechischen Mythologie bekannt wurden, trugen sie die in...dieserMythologie vorhandenen Ideen vom Poseidon auf ihren.Neptunüber, so daß Neptun und Poseidon str verschredne Namen einerund derselben Gottheit' galten. Neptun war ein Sohn des Kronosund der Rhea oder Opis; über die Art, wie ihn seine Mutter den,Schicksal entzog, das sein' alles verschlingender Bater 'seinen Kin-dern bereitet hatte, sind die" Sagen verschieden; nach der einenwird er von Kronos wieder ausgespielt, nach andern erhält Krc-"nos ein Füllen zum Verschlingen, und Neptun wird heimlich erzo-gen u. s. w. Nach der Empörung, welche sein Bruder Jupiter ge-gen ihren gemeinschaftlichen Bater unternahm, fiel'dem Neptun beider Theilung der Welt die Herrschaft über das innre Meer zu. Ob.die Sage, daß er im Wettstreit mit der Minerva über den Besitzvon Aktie» das Pferd zuerst geschaffen, daher, entstand, daß der Ge-brauch des Pferdes zugleich mit der Verehrung Poseidons, einer ur-sprünglich phönicischcn Gottheit, von Seeräubern d-eses Volks zu-erst auf den Küsten des. Peloponnes, Attira's und Thessaliens be-kannt worden war, oder ob das aus dem Meer geborne Roß sich'auf eine eigne Symbolik von Ideen bezieht, muß, wie so viele an-dre Punkte her alten Mnthologie, noch unentschieden blci-en. Erbewegt, beruhigt, erschüttert und besänftigt das Meer, und selbstzuweilen die Erde. Auf Inseln und Küstenplätzcn war daher seineVerehrung ani häufigsten. Außer den Delphinen und Se'ethierenwaren ihm das Pferd und zuweilen auch die "Eule geheiligt. 3»den ältesten Kunstdarstellungen wird er nackt, in mehr furchtbarerGestalt mit spitzem > Bart abgebildet. In der Hand hält er den.Dreizack, dessen sich schon in den ältesten Zeiten die Seefahrer desMittelländischen Meers zum Harpuniren und als eines Zeichens der'Besitznahmegirier Küste bedienten. Auf einem mit Aoffen bespann-ten Wagen von Nereiden und Secungeheuern umgeben, wird er, dieOberfläche des Meers befahrend, vorgestellt. Äiit seiner GemahlinAmpbrtrite zeugte ex den Triton und die Rhode. Die Kinder,welche man ihm außerdem beilegt, erklärt' man aus der Gewohnheit,die durch Seeräuber geschehenen Entführungen dkm Neptun zuzu-schreiben. Schon Größe, Stärke, Rohheit sind eine Heldenthat zurSee gaben Ansprüche für einen Sohn des Neptun gehalten zu wer-den. Die Beiwörter, welche Dichter dem Neptun beilegen- bezie-hen sich meist alle auf die See und die Schifffahrt, auf die Erschaf-fung des Pferdes und die Beschützung jder Wettrennendcn und ausseine Macht, auch Erdbeben zu erregen. Nachdem er an dem un-glücklichen Versuche der Götter, sich gegen Jupiter zu empören, Lbeilgenommen hatte, wurde er von diesem dazu verdammt, in Gemein-schaft mit Apoll dem König von Troja Laomedon zu dienen. Neptunhaute dem Laomedon die Mauern von Troja, und als er den bc-du.ngnen Lohn nicht erhielt, schickte er eine Überschwemmung undein furchtbares Secungeheuer, Im trojanischen Kriege war er aufSeilen der Griechen und im Götterstreits vor Troja stand er demApollo gegenüber.

'Nere'us, ein Untergctt des Meers und zwar in so fern esstill sind ruhig ist. Er war der ätteste' Sohn des Pontus und derErde, nach andern des Oceans und der Thetis, Die Dichter ichU-dern ßhn als wahrhaft und milde, als einen Freund des Rechts,