Neu-Holland NeuZahrswünsche 67z
Mein London, das ihm seine unbefriedigten Gläubiger zum Auf-enthalt angewiesen hatten, seinen Lod. (Wer eine nähere Nach-richt vom König Neu Hof zu erhalten wünscht, findet sie in nach-folgendem Buch: Das alte und neue Corsica, nebst Lebensbeschrei-bung des Königs Theodor und einer Landkarte. Nürnberg 4).
Neu-Holland (s. Lustral i en), so von seinen zweiten Ent-deckern, den Holländern genannt (1615), ist das große EontinentLusiraliens und wird im Norden durch die Endeavour-Straße vonNeu-Guinea und im Süden durch die Bastesstraße von van Die-mens-Land getrennt, mit welchem es ungefähr 162,000 Quadrat-meilen enthält, von welchen 124Y auf van Diemens-Land kommen.Kaum kennt man einigermaßen die Küsten dieses ungeheuren Lan-des, welches nur wenig größer als Europa ist. Ein Theil der Ost-küste führt den Namen Neu-Südwales oder Cumberlands-sthire. Das Innere desselben ist »och völlig unbekannt und bietetunersteigliche Gebirge dar- Das Clima ist im Ganzen mild, alleintie Hitze in einigen Landstrichen beinahe unerträglich. Die Einwoh-ner, die man nur in geringer Anzahl bemerkt chat, scheinen zu derNegergattung zu gehören; sie sind wollhaarig, stchwarz oder schwarz-braun. Bis jetzt hat England den größten Tboil des Landes sichzugesprochen (seit 178S). Seine Hauptniederlassung ist die StadtEidney. An Producrcn fiuder man hier: Kriechbobnen, Cocospflan-j!>>, Portulak, Uamswurzelu, Apfel, Petersilie, Sauerkirschen, Fel-gen, Pflaumen, Kalme», Muskatnüsse, wilde Platanen, Ipecacu-anha, Jalappe, Fische u. s. w. Von dem besonders merkwürdigenKänguru ist schon in dem Artikel Australien geredet worden. —Bielleicht werden noch Jahrtausende vergeben, ehe in den Länderndieses fünften Welttyeils sich eine Cultur zeigt, wie sie sich in ver-schiednen Perioden in andern Welttheilen entwickelt hat.
Neujahrsgeschenke. Noch jetzt kann man im Orient nie-manden und am wenigsten einer- hoher» Person einen Besuch abstat-te», ohne ein Geschenk mitzubringen. Wie sollte dieses also nichtinsbesondre schon früh am ersten Loge des Jahres der F.ll gewesensey». In Rom gebörle es zu den Worrcchrcn der Pat:i ier, daßjeder Client dem Patricier, welchen er als Patron angenommenhatte, am Neujahrstaae ein kleines Reujahrsgenchenk bringenmußte. Die römischen Kaiser verlangten einen Tribut dieser Artvan allen Bürgern und Einwohnern Roms. Caliqula trat sogar ineigner Person vor die Thür seines Palastes, um die Neujahrsge-schenke einzusammeln. Auch die ältesten Deutschen kannten dieSitte der Neujahrsgeichenke, welche sich besonders in Franken'undBayern am längsten erhalten hat. Doch wurden die Neujabrsge-schenke nach Einführung des Christenthums überall durch die Weih-nachtsgeschenke vermindert, welche dasselbe mit sich brachten. I»neuern Zeiten finden sie meist nur gegen Geistliche (von ihrenBeicht - und Psarckindecn) und Arzte (von ihren-Avorhekerns Scott.Daß die Gewohnheit den geringern öffentlichen Dienern und andernUntergebnen zu verstatten, Neujahrsgeschenke als ein Accidenz ihrerBesoldung einzusammeln, höchst verwerflich sey, ist schon längst an-avkannt worden. - '
, Neuja h c sw ün sch e- Der Ursprung untrer bis in die neustenselten fortgesetzten und zul-tzt durch bloße Visitenkarten erleichtertenNeujahrswunsche ,lst bei'den Römern zu suchen. Dle öffentlichenAmgistratspecsoiien nahmen schon in .den ältesten Zeiten am ersten
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