7o3 Nixen Nizza
scher Gesandter in Rom, in Berlin, wo er von Friedrich dem Große»sehr'geschätzt wurde, und in London, wo er den Frieden von r7Sglertzandclke, der bekanntlich weit vortheilhafter für Frankreich ausfiel,als man es hätte erwarten solle». In allen diesen Stellen entwickelteer alle Eigenschaften eines vollendeten Diplomalikers. Als er nachParis zurückgekehrt war, beschäftigte er sich bloß mit den Wifsenschas,ten. Die Mannichfattigkcit seiner literarischen Arbeiten im Fach derschönen Wissenschaften ist ein Beweis der Leichtigkeit und Vielseitig-keit seines Geistes, indessen zeichnete er sich doch in der Gattung dttFabeln und der z>c>e«is« fuefttlve, am meisten aus, in denen er j»>weilen der Grazie Voltaires und dem sspiir des dc la Motte nahtkommt. Während dir Schreckenszeit unter RobcLp>er:e wurde dirHerzog von Nivernois ungeachtet sciues hohen Alters verhaftet undblieb bis zum yten Lhrrmidvr r7yS >m Gefängniß. Er starb zuPariiim 72stcn Jahre seines Alters. Nachdem seine Werke schon 17x6 inacht Bänden erschienen waren, gab Fran^ois de Neufchatcau noch zweiBände Oeuvre« portilumes heraus, welche vekschikdue Briefe, Ät-moires und das Dleoärrs <ie «o«i»r« de« Verfassers enthalten.
Nixen. Dieft weiblichen Gottheiten der nordischen Mythologiegleichen in den Hauptidcen, die man davon hatte, den Najaden d«rgriechischen Mythologie. Wie diese, sind sie die beschützende» Gotthei-ten der kleinern Landgewässer, in denen sie sich gewöhnlich aufhatten.Wie diese, mischen sie sich oft in die Angelegenheiten der Mensche»,vorzüglich liebender Jünglinge und Wäschen, ein, und spielen daherin drn Bolksinährchc», die ihm» gewöhnlich einen schalkhaften »ndoft wgar boshaften Charakter beilegen, eine große Rolle, Ihr Namerührt wahricheintich von den Nökkcn oder Ri'ken her, welche i»der nordischen Mythologie zu der bösen Gattung der Eisen (Swar-telstax) gezählt werden.
Nizza, französisch idlics, vormals die Hauptstadt der Graf-schaft dieses Namens, und nach der Bereinigung derselbe» mit Frank,reich die Hauptstadt des Departements <ts» Lips« lusririino«, nichtweit vorn Einfluß des Paglivne'in das mittelländische (hier ehemalsligustisch genannte) M er. Diese Stadt enthält über 18,000 Einwoh-ner. Ihre Eiuthcilung in die Alt- und Neustadt wird, wie in vie-len andern so eingetheilten. Städten durch die Schönheit der Ge-bäude der Neustadt gerechtfertigt, während die Altstadt in schmutzi-gen, krummen , winkiichten Gaffen alte, finstre und schlecht gebauteHäuser zeigt. Diese Stadt und die umliegende Gegend sind am mei-sten berühmt theils durch die so außerordentlich reime und gesundeLuft, theils durch die ganz ausg zeichnete Milde des Clima's selbstmitten im Winter, welche Müde die Gegend den nördlichen Gebir-gen zu verdanken hat, welche mit den Alpen zusammenhängen unddas Land vor ultramontanftchen Stürmen bewahren. Daher istNizza der Lieblingsort aller derer, die das Bedürfniß haben, einereine Lust cinzuathmen, in welcher Hinsicht ihr bloß Montpellier gleichkommt, und es ist zugleich der Lieblingsaufenthalt aller derer, diesich vor dem nordischen Winter retten wollen. Die Lust ist hier sorein, daß man bei gutem Wetter von hier aus die Gebirge von Cor-sica sehen kann. Man findet hier Seebäder und die Ruine» einesrömischen Amphitheaters, Die Stadt treibt einen nicht unbedeuten-den Handel, vorzüglich mit roher und gesponnener Seide, Wein,Öl und Blumen, welche im Winter von hier nach Paris, und sogar