Band 
Sechster Band. M und N.
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sche Mode, welche die Franzosen Freiheit nannten. Tuch warei der erste Versuch, den Großbritannien mackte, in Amerika'SWäldern einen Krieg mit ungeheuern Kosten gegen Jäger »no Re-publikaner zu führen. Für Liesen Krieg hatte die brittische Staaks-kunst den Maßstab noch nicht gefunden. Endlich kann die erste Ur-sache des Abfalls der amerikanischen Colonicn dem Lord Northnicht beigemesskN werden. Lord Bute hatte zuerst den König zurwillkürlichen Besteurung der Amerikaner überredet. Doch widersetzt«sich in der Folge jener den besser» Vorschlägen zur Aussöhnung; er«achte den Bruch unvermeidlich, und dehnte, um sich in seinem Po-sten zu behaupten, das Bestechungssystem mehr als irgend einer sei-ner Vorgänger aus. Lord North war wenig bekannt, als er nachCharles Townshends Tode im I. 1767 zum Kanzler der Schatz-kammer ernannt wurde. Nach seinen politischen Grundsätzen ge-hörte er zu den Tories, ober zu den Anhängern der königlichen Ge-walt; allein er dachte gemäßigt, und hatte gefällige Formen. SeineFähigkeiten zeichneten ihn aus, ohne ihn eben in die erste Reibe zustellen. Er belaß viel Geschäftskenntniß und den Ruf der Recht-lichkeit. Von Natur wenig unternehmend, fehlte es ihm doch zuZeiten nicht an entschlossener Bebarrlichkeit. Indeß herrschte un-glücklicher Weise in allen seinen Ansichten und Entwürfen eine ge-wisse Unbestimmtheit und Verworrenheit der Ideen; und ob er wohlin der Regel das richtige Ziel vor Augen zu haben und darnach zustreben schien, so ward er dennoch oft dem geraden Wege einer offe-nen Politik untreu. Bei aller Güte, die seine Absichten gehabt ha-ben können, verdient er den Vorwurf der Unentschloffenheit undSchwäche; denn er gab im ganzen Laufe seiner Verwaltung nur sel-ten Beweise von Kraft, Einsicht und Weisheit. So urthelltj,glimpflicher als Andre, Belsham über Lord North in seinen IVle.nioir» ot riis kslAii os 6oorgo III. Oonllon 17 Y?. 2. Lelit. Eineseiner ersten Handlungen war der Vorschlag, die Hafenzölle vomL. 1767 in den amerikanischen Colonien aufzuheben, mit Aus-nahme des Thcezolls, den man absichtlich beibehielt, um daSHoheitsrccht für Großbritannien zu behaupten. Die Oppositionwidersprach nachdrücklich dreier Ausnahme. „Hat die Zurücknahmeder Stempelacte," entgegnete Lord North, „die Amerikaner Ge-horsam gelehrt? Hat unser Nachgeben ihnen Mäßigung eingeflößt?Sie bestreiten unser Recht, sie zu besteuern; ist es wohl ralhfam,durch die Zurücknahme der ganzen Zollacte jenes Recht aufzugeben?Nein! gerade jetzt, wo sie unser Recht nicht anerkennen wollen,müssen wir es ausüben. Sonst geben wir in der That die Ober-herrschaft des Mutterland«« für immer auf. Eine gänzliche Zurück-nahme ist nicht eher denkbar, als bis Amerika zu unsern Fü-ßen liegt." Diese trotzige Herausfoderung ward laut getadelt.Der Minister erhielt jedoch die Stimmenmehrheit; und von Stundean war das Schicksal seines öffentlichen Lebens der Kampf mit denLolonien und Amerika'S Freiheit! Andre Streitigkeiten zwischender Stadt London und dem Parlament, wobei der bekannte Wil-kes eine Rolle spielte, und welche endlich im I. 1771 die Verhaf-tung des Lord Mayors im Towcr zur Folge hatten, wurden vonder Opposition den Ministern ebenfalls zur Last gelegt. Das Volkvon London beging bei diesem Anlaß grobe Ausschweifungen; LordNorth kam persönlich in Lebensgefahr; und die Eity verlangtewiederholt vom König die Auflösung des Parlaments und die Erik-