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laffnng seiner „unfähigen und despotischen" Minister. Doch "seit dem I. 1772 gewann Lord North, ungeachtet einiger falschenSchritte, die er gethan, immer mehr in der öffentlichen Meinung,durch die Gefälligkeit seines Tons und durch die scheinbare Gerad-heit und Offenheit seiner Denkart. Er war nach Lord Rocking-ham der erste Staatsministsr unter der Regierung Georgs III.,zu dessen Verwaltung das Volk einiges Vertrauen faßte. Der von >tdm mit Spanien ehrenvoll abgeschlossene Veraleich, die selbst bei denRüstungen gegen Spanien bewirkte allmähliqe Verminderung derNat onalschuld, die Ernennung eines der Bestcurung der amerika- >Nischen Colonicn abgeneigten und wegen seiner Rechtlichkeit undMäßigung sehr geachteten Staatsmannes, des Grafen von Dart-Nioutd zum Staatssekretär für Amerika erwarben dem Lord NorthLas öffentliche Zutrauen. Die Nation sah wenigstens die Neigungder Minister, den langen Zwist mit Amerika beizulegen. LordNorth setzte daher mit einer großen Mehrheit einige Borschlägeim Parlamente durch, die als verfassungswidrig großen Widerspruchfanden, z. B. die Ernennung eines geheimen Ausschusses zur Un-tersuchung der zerrütteten Finanzangelegenheiten der ostindischenCompagnie, welche die Entdeckung abscheulicher Gewaltmißbrüuche iund eine Beschränkung ihrer Regierungsrechte in Indien zur Folgehatte. Lord North stellte bei dieser Gelegenheit den wichtigenGrundsatz auf, daß der von den Unterthanen eines StaateS er- >wordene Länderbesitz unmittelbar das Landeigenthum des Staates §selbst crweitre, und nicht das Eigenthum der Erwecber sey; daß !übrigens der Zustand der ostindischen Compagnie die Beihülfe deS !Parlaments nothwendig erheische, daß man aber, wenn man ihr jein Anlehn bewillige, sie durch schickliche Maßregeln gegen künftigeLZerlegenheiten sicher stellen müsse. Der Unwille des PublicumSüber die Herrschsucht und Bedrückung dieser „königlichen Abenteurerund Großhändler' war so groß, daß Lord North mehrere demü-thigende Beschränkungen der Rechte jener stolzen Gesellschaft im I.177z durchsetzte, ohne sie jedoch für die von ihr verübten Bedrü-ckungen zur Rechenschaft zu zieh». Vielmehr erhielt die Krone jetztunmittelbar Antheil an den Landescinkünften von Indien. Sowurde durch Lord North der Staat Oberaufseher und Mitregentder ostindischen Compagnie; aber auch Tbeilnehwer an ihren unge- >rechten Erpressungen. Die Gegner des Ministers bemerkten daher !mit Recht, es sey ein schlechter Trost für die Eingebogen von Ben-galen, wenn sie hörten, daß der brittische Staat, bei voller Kennt-niß des schändlichen Aussaugungssystems, unter welchem Indien er-liege, sie dadurch rächen wolle, daß er die Plünderer plündre! War-,ren Hastings Verwaltung bestätigte nur zu sehr diesen Vorwurf.Jedoch verdient unter den neue» Einrichtungen, die Lord Northin Ansehung Indiens bewirkte, als gerecht und zweckmäßig hier an-geführt zu werden, daß die Präsidentschaft von Bengalen die poli-tische Obergewalt über die übrigen indischen Präsidentschaften erhielt;Laß künttig die Krone der Ernennung des Gouverneurs und desRaths von Indien ihre Zustimmung versagen konnte, und daß einbesondrer oberster Gerichtshof in Indien ausschließend von der Kroneerrichtet und besetzt werden sollte. An Vergütung der in Indienvon der Compagnie verschuldeten Erpressungen aber wurde nicht ge-daei t. Die AnMgae, welche den becühmtcn Lord Clive bei diesemAnlasse traf, .erschütterte ihn so, daß er, obgleich mit leisem Tadel