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sprünglich sehr viel zur Aufnahme der Stadt, vorzüglich in merkan- >tilischer Hinsicht beigetragen. Die Wolienzcuge, welche in den Ma- jnufacturen von Norwich verfertigt werden, bilden den beträchtlich, !stell Theil der Ausfuhr dieser Stadt. §
Nosairier heißt «ine mahomedanische Secte von der Parteider Schiiten, die sich um das Jahr 270 der Hedschra bildete undihren Namen von Nosraya im Gebiete Cufa, dem Geburtsorte ih-res ersten Oberhauptes, erhielt. Zu den Zeiten der Kreuzzügc wa-ren die Nosairier in Syrien und Mesopotamien weit verbreitet undwetteiferten an Macht mit den Jsmaclitcn. Durch die Siege derTürken wurden sie jedoch auf den Strich des Gebirges Libanon in ^Syrien am Semmack beschränkt, den sie jetzt noch als eine den !Türken zinsbare, sonst aber selbstständige Völkerschaft inne haben. !Ihr Hauptort S afita, acht Stunden vonTripolis (Tarabiiis), isteine alte Festung mit einem Flecken von 250 Häusern und die Resi-denz ihres weltl'chen Sheikhs, der sie als erblicher Fürst und Va-sall der hohen Pforte regiert. Das Gebiet der 800 Dörfer, in de-nen ihre starke Bevölkerung unter den Statthalterschaften Tripolis,Damask und Hamab wohnt, ist wenig fruchtbar, aber sehr fleißigmit Getraide, Gartcnfrüchkrn, Feigen, Maulbcerbäume», Paine- ^ranzen und Wein, den sie selbst trinken dürfen, angebaut. Auch er- jzeugen sie Baumwolle, Seide, Galläpfel, Krapp und andre Dro- !guereiwaaren, und treiben damit einen nicht unbedeutenden Han- idel. Ihre Sitten sind roh und durch Überreste heidnischer Ge-bräuche, die an den Lingamdienst erinnern, verderbt; denn ob sie !wohl die Vielweiberei für unerlaubt halte», gestatten sie doch angewissen Festtagen willkürliche Vermischung der Geschlechter; undtheilen sich nach Art der Hindu in mehrere Gasten, von denen einedie andre drückt. Die Türken, denen sie tapfern Widerstand leisten,und die Jsmaeliten, ihre nächsten Nachbarn, verabscheuen sie, ob-gleich ihr Glaube von der Religionsansicht der lc-tztern wenig ab-weicht. Sie sind, wie diese (s. d. Art. Jsmaeliten), VerehrerAli'S, nehmen die Scelcnwanderung, aber keine Hölle und kein Pa-radies an. Die Christen lieben sie und beobachten auch christlicheFeste und Gebräuche, ohne jedoch ihre Bedeutung ganz zu kennen.Übrigens zeigen sich n ihrem Cultus noch viele Spuren des Natur- idiensteS der alten Bvrder-Asiatcn, Gewisse Tbiere und Pflanzen sindihnen heilig und die weiblichen Geschlechtstheile, als Sywbol allerZeugung, ein Gegenstand der Verehrung^ Mit den Türken hakensie aber eine Menge von Wallfahrisörtcrn und Capellen gemein,in denen ihr Gottesdienst mit großem Geräusch geuvt wird. Gingeistliches Oberhaupt, Scheikh Khalil, führt die Aufsicht darüber undwandert als Prophet unter ihnen umher. Die früher geltende Mei-nung, daß die Nosairier die syrischen Sabier oder Johann schr-stenwären, ist durch Nicbuhr und neuerdings noch durch die Nachrich-ten des französischen Consuls Rousseau in Aleppo vollkommen wi-derlegt. S -
Nosologie (aus dem Griechischen), nennt man in der Medi-cin die Wissenschaft, welche sich m t den Krankheiten an sich be-schäftigt. Man vergleiche Semiotik und Therapie.
Rö fielt (Johann August). Dieser um die Universität Halleund um die theologischen Studien überhaupt hoch verdiente Gelehrtewar zu Halle am 2len Mai 1734 geboren, ,rng un I. 175z alsMagister an, Vorlesungen zu halten, und halte schon als auheror-