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Notinghamshire Novatlaner
dieser Kirche befindet sich der Palast des Erzbischofs von Paris, dervor der Revolution über 200,000 Livres Einkünfte hatte und mitdessen Stelle die Pairwürde verbunden war.
Nvttinghamshire ist eine der angenehmsten und fruchtba-ren Grafschaften des eigentlichen Englands, welche vom Flusse Lrentdurchströmt wird, und zwischen Linkolnshire, Leicestershire, Der-byshrre, Pcrkshire liegt. Sie enthält auf einem Flächenraum vongA Quadratmeilen über 140,000 Einwohner. Der westliche Theilwar ehemals sehr waldig. Jetzt finden sich indessen selbst von demgroßen Walde Sherwooo nur wenige Überbleibsel. Das Land ist vor-züglich reich an Getraide, Hopfen, Futterkräutern, Süßholz, Stein-kohlengruben. — Die Hauptstadt heißt ebenfalls Nottingham. Sielieg 5 am Lrent und enthält beinahe go,ooo Einwohner. Hier ist derHauptsitzderenglischen Wollen- und Seidenstrumpfmanufacturen, welchevorzüglich seit der Einführung von Arkwrights Spinnmaschinen sehrzugenommen' haben. Man zahlt hier über zooo Strumpfweber, vondenen einige das Paar baumwollne Strümpfe zu Z Guinee verfertigen.Diese Strumpfwaaren gehen in großen Quantitäten nach Amerika,Ost- und Westindien, Deutschland, Spanien und Rußland, auchnach Frankreich, wo man jedoch der einheimischen Fabriken wegenkeine seidnen Strümpfe zuläßt. Unter den übrigen Handclsanstalkendieser Stadt verdient insbesondre noch die Bleiweißfabrik bemerkt zuwerden.
Notturnos oder Nokturnen sind 'musikalische Stücke, welcheeinfach besetzt und dazu bestimmt sind, des Abends oder des Nachtsim Zimmer oder unter freiem Himmel aufgeführt zu werden. Dahingehören z. B. die in Spanien und Italien so häufige» Serenaden.
' In Italien gibt es Componisten, welche in dieser Gattung aus-schließlich arbeiten. Auch unter den Parisern haben die Noktunenin den neuesten Zeiten viel Liebhaber gesunden, die sie indessen alteine Art von Conversationsmusik behandeln; und man versteht zu-weilen unter Notturnos gesellschaftliche Gesänge ohne Instrumental-begleitung, die bei oder nach der Abendtafel gesungen werden.
Novalis, s. Hardenberg.
Nova-Zembla, oder Nowaja-Semlja (Neuland) be-steht aus zwei großen Inseln, welche durch die Straße Waigaz imEismeer vom festen Lande getrennt werden und ungeachtet sie unbe-wohnt sind, unter das russische Gouvernement gehören. Bloß imSommer wird dieses Land von russischen Jägern und Fischern be-sucht, welche hier Schwäne, Gänse, Fische, Wölfe, Rennthiere,weiße Bären, Steinfüchse und Wallrosse fangen. Der Flächenin-halt beträgt ungefähr 4255 Quadratmeilen. Das Land ist fast im-merwährend mit Schnee und Eis bedeckt und im Winter von einerdrei Monate lang' ununterbrochnen Nacht umhüllt, welche bloßdurch die am Nordpol häufige» Nordlichter zuweilcu erhellt wird.Auf der Nvrdküste finden sich sehr höbe Berge, von denen einigeweit über die Wolken hinausragen. - Das Innere des Landes istnoch unbekannt; so weit man es kennt, hat man darin weder Grasnoch Baum, sondern bloß Moos und einige Weidensträuche ohneBlätter gefunden. In den vorigen Jahrhunderten haben die Hol-länder zuweilen nach der nordöstlichen Küste des Landes einige ge-fährliche Seereisen gemacht.
Novatianer, s. Seelen.
Novellen nennt man im römischen Recht die neueren oder