Noverre
Noviclat
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nachträglichen Gesetze, welche dem justinianeischen Cober angefügtwurden und einen Theil des Oorpos j„ris ausmachen. (S. d.) ImFache der redenden Künste bedeuten Novellen kleine Erzählungen oderRomane. Sonst verstand man unter Novellen auch wobt Zeitungen»Noverre (Jean Georges), wurde zu Paris den 2 sten Avril1727 geboren. Sein Vater, Louis Noverre, welcher Adjutant CarltXll. gewesen war, bestimmte ibn für die mil tärische Laufbahn;allein die entschiedene Neigung des jungen Noverre für die Künsteund insbesondre für den Tanz führten ihn zu einer andern Bestim-mung'. Im Tanz bildete er sich unter dem großen Dupre, undbrachte es bald dahin, daß er schon im I. 1740 mit dem größtenBeifall sich auf dem Hoftheater zu Fontainebleau zeigen konnte»Bald darauf ging er auf einige Zeit nach Berlin, wo er von Fried-rich dem Großen und dem Prinzen Heinrich außerordentlich geschätztwurde. Nachdem er sich von dem I. 1749 an abwechselnd zu Pa-ris und Lyon aufgehalten hatte, gab er im I. 176c, die berühmtesLotties sur In »lause heraus, welche auch lein Ansebn als Schriftisteiler in der Kunst, in deren Ausübung er so groß war, begründetenund von Voltaire sehr gerühmt wurden. Der wirrembergische Hofzeichnete sich damals, wie schon unter dem Artikel „Rardini" be-merkt ist, durch außerordentliche Kunst - und Prachtliebeaus. Auch Noverre wurde an diesen Hof berufen und verschönertedurch seine Ballets einige Jahre lang die Feste, die zu den ausge-suchtesten und feinsten gehörten, welche man an europäischen HLfeirsehen konnte. Sein immer wachsender Ruf zog ihm eine E nladungnach Wien zu. Die Kaiserin Maria Theresia überhäufte NoverreMit Gunstbezeigungen und die Äußerungen ihrer Gnade erstreckte»sich auch auf Noverre's Familie. Von Wien aus machte er eine Reisenach Mailand, wo er die Feste verherrlichte, die der ErzherzogFerdinand nach seiner Berheirathunh gab. Einen Antrag, den ma»ihm machte, nach London zu gehen, schlug er aus, und nahm da-ßegen in Paris die Stelle des »bersten .Vls-rr« ckss t-sllere be derAoslleirii« liovslo äs Vlutzi-gue an. Bloß während der stür-mischsten Zeit erden Revolution hielt er sich in London auf. Durchdiese Revolution hatte er den größten Theil seines Vermögensverloren. Indessen ertrug er diesen Verlust mit Glaubhaftigkeit^8m I. 1807 gab er die Oerrre» «ni las ->rr; iinirsrsurs >>n «;<ns-rsl er sur la »lsnss an psrrionlisr heraus, die er der damaligenKai-serin dedicirte» Roch vor seinem Tode, der am Ende des DekodersI8ro zu St. Germain-en- Laye erfolgte, arbeitete er an e'nemläivrionnsirs <ls I-a cksoss — Wie groß Noverre sich in seinerKunst fühlte, beweis't sowohl fein Lusspruch, , daß das i8te Jahr-hundert nur drei große Männer auszuweisen habe, F'iedrich ' denGroßen, Voltaire und Noverre," als auch die Antwort die er einemMinister gab, der zu ihm gesagt hatte: Von» n'öro« gu'un Alairis» -is»,er. — Oui, iVüorisieui, antwortete ihm Noverre, js »Ul»rnsitr« a clsnsvi - cornrri« Voltsir« e»t »1 irr« ä «crire.
Roviciat ist der Zustand, in dem sich die Cand-daten geistli-cher Orden während des Probejahres befinden, das sie vor förmlicherAblegung der Ordensgelübde bestehen müssen. Es wird nach derRegel des heilige» Beneoicts in Mönchs - und Nonnenklöstern beob-achtet und pflegt für die Novizen (so heißen d e im Noviciat ste-henden Neulinge) sehr bcschwerl-ch zu >eyn. Sie müssen die geistli-chen Übungen und den Küchendienst ihres Ordens er.ernen, die ni«-
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