^ Nullität Numa PoMbilius 7Z7
» Bancouver, dem der Lieutenant Herzest im Mai 1792 hier Proviant1- zugeführt hatte, sie Hergestsinseln nannte. Indessen lernten wirle diese Inselgruppe und besonders Rukahiwa erst vollkommen
d durch die Reisebeschreibung des Hrn. von Krusenstern kennen,
t der im Monat Mai 1804 hier einige Tage verweilte. Die
r Insel Nukahiwa wurde von dem oben erwähnten Jngraham
e Federst - Island, dann von Marchand nach dem Namen eines
- der Eigenthümer seiner Schiffe'Jsle Baur, von Herzest Sir-Henry-
>, Martins - Island, und von Roberts, einem amerikanischen Schiffs-
>. capitain, Adams Island genannt. Die Anzahl der Einwohner wird
d auf 13,000 geschätzt, von welchen gycm Krieger sind. Die größte
r Länge der Insel von ddr Südost- bis zur Weltspitze beträgt 17 Mei-
e len. Das Clima ist, wie überhaupt^unter diesem Himmelsstrich,
» zwar sehr heiß, indessen doch nicht ungesund. Da der Mangel an
- Bewässerung, welche hier nur durch die tropischen Regen bewirkt
- wird, ohnehin, der Fruchtbarkeit des Bodens ungeachtet, einen
- Überfluß an Lebensmitteln verhindert, so entsteht leicht, zumal wenn
. jene Regen etwas länger ausbleiben, eine große Hungersnoth. Fi-
t sche, Schweine, Cocosnüffe, Brotfruchtbaum, Wurzeln und Zucker-
. röhr sind die Häuptproducte und Nahrungsmittel. Die Nukahiwer
» gehören jzu dem röthlichbrauncn oder weißern Stamme der Südseein-
1 sulaner, die man für Abkömmlinge der Malaien hält. Sie sind die
l schönsten unter allen Australiern. Kein Bolk scheint die Kunst des
l Tattowirens weiter gebracht zu haben als dieses. So gutmüthig sie
> scheinen, so heimtückisch und grausam zeigen sie sich. Sie führen oft
' Kriege, bloß um Menschenfleisch zu fressen, wonach sie sehr lüstern
, sind. Die Könige haben hier nicht so großes Ansehn als anderwärts.
^ ! Die Priester sind unverletzlich, aber von ihrer Religion weiß man' fast nichts. Die Polygamie findet zwar nicht Statt, allein der Ehe-bruch ist so gewöhnlich, daß er die Stelle derselben vertritt.
Nullität (alls dem lateinischen), die Richtigkeit. So nenntman NullitätSklage die Klage, die man gegen die Gültigkeit einesRechtsactes anstellt. In dem neuern französischen Recht ist der Be-griff der Nullität überaus streng und scharf gefaßt. Eine Mengevon Formen sind vorgeschrieben, deren Nichtbeobachtung sogleich dieNullität oder Ungültigkeit des ganzen Verfahrens nach sich zieht,und wenn der Prokurator, wie dieses in den rheinischen Bundesstaa-ten, die den Code Napoleon angenommen hatten, häufig der Fallwar, mit jenen Formen nicht vertraut genug war, so gab dieses oftder Chikane der Gegenpartei einen großen Spielraum. Daher gabenbisweilen die Präsidenten deutscher Appellationshöfe nicht undeutlichzu verstehen, daß sie das Urgiren der Rullitäten nicht gern sähen,
' und schreckten dadurch manche junge Procuratoren ab, die Blößen zubenutzen, die ihnen die Unkunde oder Unachtsamkeit ihrer Gegnervon dieser Seite gegeben hatte.
Numa Pompilius, zweiter König von Rom, soll vom I.vor Christo 714—672 (oder nach Erbauung der Stadt Zy—81)regiert haben. In Hinsicht dieser Zeitangabe sowohl alsalles folgenden nehme» wir indessen auf dasjenige Bezug, was un-ter dem Artikel „römische Geschichte" über die Ungewißheit undUnzuverlässigkeit der Angaben, die ersten fünf Jahrhunderte RomSbetreffend, bemerkt werden wird. Numa war der vierte Sohn des^ Pompilius Pomps, eines vornehmen Sabiners, und der Gemahl der! Tatia, der Tochter jenes Latius, der eine Zeit lang zugleich mit