758 Numantla
Romulur König war. Nachdem er Jahre mit ihr in seinem Va-terlande als Privatmann gelebt hatte, begab er sich nach ihremLobe auf das Land. wo er ein einsames Leben führte, dem ihn seineErnennung zum König von Rom entriß. Numa hatte nicht denkriegerischen Ebarakter des Romulus, besaß aber dagegen olle Eigen-schaften eines größere Gesetzgebers und befestigte die entstehende Ver-fassung von Rom vorzüglich dadurch, daß er sie mit religiösen Er-richtungen in genaueren Zusammenbang brachte. Ihm wird die Er-richtung des Kollegiums der Pontifices, der Flamines, der Vestalen,die bessere Verfassung des Kalenders, die Bestimmung der llieika.'ti und nekasri, die Verehrung der rermini oder Gränzsteine zurSichc'ung des Eigenthums, die Stiftung der Innungen, die Ab-schaffung der Menschenopfer zugeschrieben. Unter ihm wurde derJanuStempel zum ersten Mal geschlossen. Die Sage machte dieNymphe Egeria im Hai» von Aricia zur Freundin und Rathgebe-rin des Numa. — Einige haben ihn zum Schüler des Pythago-ras machen wollen, da doch beide wenigstens um zwei Jahrhundertevon einander entfernt sind.
Rumantia, eine Stadt in demjenigen Theile von Spanien,welcher von den Römern Hiepania Larraconensis genannt wurde,deren Einwohner sich durch ihren hartnäckigen Widerstand gegen dieganze römische Macht einen unsterblichen Ruhm erworben haben.Der Widerstand, welchen die Römer von Seiten der Spanier vonihrem ersten Auftreten in diesem Lande an gefunden hatten, dauerteselbst nach dem Fall Cartbazo's, welches diese Stimmung der Ein-wohner unterhalten halte, bort Virialhus (s. d. Artikels hatte denPlan zu einem allgemeinen Aufstand in^panien gemacht und dieCeltiberier zur Theilnahme daran bewogen. Dieser Plan verunglückteindessen in der Ausführung, und während der größte Theil der Cel-tibcrier zur Ruhe zurückkehrte, beschlossen die zum Stamm derceltiberiichen Arevacer gehörenden Bewohner der Stadt Rumantiaeine standhafte Bertbcidigung. Die Lage dieser Stadt auf einersteilen Anhöhe, am Duero, da, wo ein andrer Fluß (der Punto) sichin diesen ergießt, machte, daß sie nur auf einer Seite angegriffenward, welch- durch die Kunst befestigt war. Die ersten Versucheder Römer unter dem Prätoc Pompejus Aulus im Jahr nach Er-bauung der Stadt Rom üiö waren eben so vergeblich, als mit gro-ßem Verluste verknüpft. Noch schimpflicher endigte sich im folgen-den Jahre der Angriff des Konsuls Hostilius Mancinus, welcher zueiner Kapitulation gezwungen, und da der Senat diese nicht ratisi-cirte, den Numantinern ausgeliefert, von diesen aber wieder freige-lassen wurde. Einige folgende Feldherrn der Römer vermieden eslieber, sich mit diesem Volk, das nur 8200 streitbare Männer auf-stellen konnte, in einen Kampf einzulassen. Endlich wurde derzweite berühmte Scipiv Airicanus, der sich diesen letzter» Beinamenso eben durch die Zerstörung von Karthago erworben hatte, miteinem Heere von 6s,ocx- Mann gegen Rumantia geschickt. Er be-schloß, tie Stadt auszuhungern, welche noch immer auf dem DueroZufuhr bekam und auf einen Entsatz von Seiten der zur Empörungnicht »»geneigten benachbarten Celtiberier rechnete. Nachdem Sci«pio den Einwohnern die Zufuhr gänzlich abgchchnitten und sie durchdie Wirkungen des Hungers theils vermindert theils zur LußerÜenVerzweiflung gebracht hatte, übergab sich endlich der Überrest demSieger. Aule södferen pop her Übergabe sich und die Ihrigen oder