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«r in Österreich vor. Die Tyroler standen für ihren alte» Herr»auf, und vertrieben die Bayern. Napoleon aber suchte die Un-garn gegen ihren rechtmäßigen Fürsten aufzuwiegeln, wie er schonsonst bei Andern versucht hatte, und gewaltsame Maßregeln solltendie besetzten Länder Österreichs unthätig machen. In Westphalenerhoben sich die Freunde der Freiheit, und allgemeiner Aufstanddrohte. Auch in Preußen zeigten sich gefährliche Bewegungen. Un-terdeß benutzte Napoleon die Verwirrung, vernichtete die weltlicheGewalt des Papstes, und erklärte die Einverleibung des ganzenKirchenstaats in das große französische Reich. Der Papst hatte keineWaffen als den Bann, den er am Uten und isten Juni aussprach.In Österreich verfolgte er feinen Siegslauf. Am 2isten und 22stenverlor er zwar die Schlacht bei A sp ern und Eß l inge n, aber dieitalienische Armee war rhm zu Hülfe gekommen, und nach der Schlachtbei Raab, am i4ten Juni, verloren die Österreicher auch die beiWagram, am zten Juli, welche den Waffenstillstand zu Znaym,am i2ten Juli zur Folge hatte. Ungeheure Contributionen wurdenwieder von den eroberten österreichischen Staaten eingezogen. Nurdie Tyroler kämpfte» noch glücklich fort, und der Herzog vonWraunsckweig - Öls entging glücklich den Verfolgungen einer über-legnen Macht, auch die Besetzung Walcherns durch die Englän-der, und die Cavitulation von Vließ in gen (am izten August),die Eroberung der ionischen Inseln (yten October) erzürnten denZögling des Glücks, das schen„mindcr ihm treu blieb. Am lytenOctober ward der Friede mit Österreich geschlossen, der diesem vonneuem schöne Provinzen entzog, und bedeutend die alte Machtschwächte. Selbst die geliebte Tochter mußte der Kaiser Franzdem übermächtigen Feinde, der ihm die Lhronentsetzung längst ver-kündet hatte, zur Gattin versprechen. Die il lyrischen Provin.zen wurden Frankreich einverleibt. Langsam kehrten die Franzosenaus Deutschland zurück. Am Zten December ward in Gegenwartvieler Könige und Fürsten das Krönungsftst Napoleons in iPariSgefeiert. Am löten December erklärte er die Ehescheidung von sei-ner Gemahlin Josephine. Am Uten März 1810 ward in Wiendie Vermählung mit der Erzherzogin Marie Luise gefeiert, und am2ten April zog die neue Kaiserin in Paris ein. Napoleon wen-dete nun alle seine Kräfte zur Unterjochung Spaniens und De-müthigung Englands an. Am 6ten Januar 1810 war endlich derFriede mit Schweden, nach Vertreibung des Königs GustavAdolphs IV. und Erhebung des Herzogs von Südermanland, alsCarl XIII-, geschloffen worden. Am istcn März ward der Vrcekö-nig von Italien zum Erbgroßherzog von Frankfurt als Rach-folaer des Fürsten Primas ernannt; Hannover mit dem KönigreichWestphalen vereinigt; am i6ten der König von Holland zu großenAbtretungen genöthigt, die Frankreich anheimfielen. Unerwartetleate der König am isten Juli seine Krone, die er nicht längermit Ehren tragen konnte, der Arglist und Bosheit seines Brudersweichend, nieder, und am yten Juli ward die Aufnahme des gan-zen Königreichs in das französische Reich decrctirt. Gleiches Schick-sal hatten die deutschen Fürsten an den Mündungen der Ems, We-ser und Elbe, die Hansestädte, Oldenburg, ein Theil des Groß-hsrzogthums Berg, und selbst einige Stücke von Westphalen,die der König abzutreten genöthigt ward, während zugleich seinereichsten Domainen ihm entzogen und zu Dotationen für die fran-