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Tvise Tököly 17

weiblichen Putze gehören, auch der Putz- oder Nacht-Tisch selbst.Daher wird Toiletten - Stütze fpilier äe rollerte), im Scherz einMensch genannt, der sich g-wohnlich bei der Toilette einer Da-me einsindet. Endlich versteht man unter Toilette auch alles undjedes, was zu einem ordentlichen Anzüge gehört; daher der Aus-druck, seine Toilette machen (sich ordentlich und wie es sich ge-hört, anziehen).

Lotse ein Maß, das besonders im Königreich Frankreich üb-lich, jedoch auch'in andern Ländern,, als'Längmbestimmung bekanntist, und 6 Fuß oder z Ellen hält."- k. S.

Tököly (Emmerich Graf von), ein edler Ungar, berühmtdurch seine Anstrengungen, sein Vaterland von österreichischerHerrschaft zu befreien, war der Sohn Stephans, Grafen Tököly,eines lutherischen Edelmanns, der sich nach der Hinrichtung desGrafen Mni und anderer ungarischen Edelleute, die einer Ver-schwörung gegen Österreich sich schuldig gemacht hatten, an dieSpitze der Mißvergnügten stellte. Der General Heister wurde ge-gen ihn geschickt, und Tököly zog sich in sein Schloß Kas zurück,wo er belagert ward. Er starb wahrend dieser Belagerung, nach-dem er noch vorher so glücklich gewesen war, seinen Sohn, damals15-Jahr alt, zur Flucht aus dem Schloße zu verhelfen. EmmerichTököly ging-n-ch Siebenbürgen, wo er sich bei dem dortigen Für-sten durch seinen Muth und sein Betragen so beliebt machte, daßderselbe ihm den Oberbefehl über ein Corps Truppen, welches erdeN ungarischen Mißvergnügten z.u Hülfe sandte, übertrug. Dieletzter» wählten ihn it>78 zu ihrem Oberseldherrn, und fest ent-schlossen, nicht eher zu ruhen, bis er sein Vaterland von der deut-schen Herrschaft befreiet habe, brach er mit einer sich täglichverstärkenden Armee in Oberungarn ein, eroberte mehrere Fe-stungen und die Bergstädte, ließ Mähren durch eine Abtheilungseiner Truppen verwüsten, und drang, von Frankreich und derPforte unterstützt, sogar bis in Oberösterreich vor. Der-Kaiserhalf zwar einigen Beschwerden auf dem Reichstage zu ÖdenburglüZi av, aber Tököly setzte seinen Widerstand fort, begab sich inden Sckutz Sultan Muhameds IV. und wurde von diesem 1682zum Könige von Ungarn erklärt. Ein Krieg zwischen dem Kaiserund der Pforte war hiervon die Folge, worin die Türken sogariö 8 Z bis Wien vordrangen, und diese Kaiserstadt belagerten, aberbald gänzlich geschlagen wurden. -Der Großvezier wollte die

Schuld des ganzen Unglücks auf Tököly schieben, dieser reiste je-doch selbst nach Adrkanopel, und bewies dem Sultan seine Unschuldso klar, daß man ihm allen Schutz verhieß, und den Großvezierstrangulirte. Tököly selbst setzte den Krieg unglücklich gegen dirKaiserlichen fort, verlor mehrere entscheidende Schlachten, wurdedeßhalb 1685 von den Türken gefangen genommen, und -das Heerder Mißvergnügten zerstveute sich. Er erhielt, als unschuldig,seine Freiheit wieder, aber von seinen Anhängern verlassen,konnte er nichts Erhebliches ausrichten. Das Glück lächelte ihmaufs neue, da er von der Pforte zum Fürsten von Siebenbürgenbestimmt wurde. Er drang 1» dies Land ein, scblug den kaiserli-chen General Heilster und wurde von den Siebenbürgen wirklichzum Fürsten erwählt; allein der Markgraf Ludwig von Badenvertrieb ihn wieder. So war er unaufhörlich den Launen, baldder Pforte, bald des Schicksals, Preis gegeben, wurde in Kette«Con». Lip. 4t« Bufl. X. 2