Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
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t Auth. «äkkAsIre ionische

/ Plag. hypoionische

Wir haben noch viele Choralmelodien in diesen Tonarten (s, Prinzmusikalische Kunstübung). Nach dem alten diatonischen System nunkonnte kein Ton, d ausgenommen, vergrößert werden. Das Ge-fühl dieser Unvollkommenheit Und das Bedürfniß der- Transposi-tion veranlaßte die Erfindung neuer halber Töne zwischen denganzen Stufen. Man theilte daher die Octave in 12 Stufen, sodaß sie mit Wiederholung des Srundtons rz Stufen und Saitenerhielt. Hätte man nun jeder Saite des Instruments auch seinereine, sowohl kleine als große, Terze, reine Quarte und Quintegeben wollen, so würde man noch viel mehr Zwischcnsaiten bekom-men, und durch den Gebrauch der Viertelstöne, durch welche z. B.e, und äi, verschieden seyn würden, die Ausübung der Tonkunstunendlich erschwert haben. Man blieb also bei den rz Tönen undSaiten stehen, so daß jeder der zwölf Töne der Octave zum Grund-ton in der harten und weichen Tonart gemacht werden kann, dochso, daß nicht alle Intervallen ihre vollkommene Reinheit erhalten,sondern bald dieser bald jener Ton auf eine fast unbedeutendeWeise höher oder tiefer gebraucht wird. Dieses nennt ma» dieTemperatur des Tonsystems. Sie wird bei Sulzer definirtals eine wohlüberlegte kleine Abweichung von der höchsten Rein-heit eines Intervalls, um es dadurch in Berbindung mit anderndesto brauchbarer »zu machen, und insbesondere als die Einrichtungeines ganzen Lsnsystems, nach welcher einigen Tönen etwas vonihrer genauen Reinheit, die sie in»Absicht auf gewisse Tonartenhaben sollten, benommen werde, damit sie auch in andern Ton-arten brauchbar sind, und alle in möglichster Harmonie bleiben.Die Anfoderungen an die Temperatur find die, daß jeder der 12Töne des.Systems als Grundton in der harten und weichen Ton-art gebraucht werden könne, ohne die Anzahl der Saiten zu ver-mehren, daß die Octave völlig rein sey, und die Quinte nicktmerklich von ihrer Reinheit abweiche. Gleichschwebend heißtdie Temperatur, bei welcher alle is halbe Stufen des Systems gleich ab-gemessen werden, durch welche mithin allen reinen Quinten et-was von ihrer ursprünglichen Reinheit entzogen, und den Quar-ten zugefügt wird (hier sagt man die Quinten schweben abwärts),auch eine große Terze um so viel zu hoch gestimmt wird, als dieandere; ungleichfchwcbsnd, wenn einige Quinten und Terzenvon einander abweichen, so daß einige ein wenig höher, die än-dern tiefer sind. Run kann man aber auf der Tonleiter entwederdurch die große oder kleine Terze aufsteigen (und diese Beschaffen-heitdcr Tonleiter wird bei uns im cngernSlnne Tonart, näm-lich d,'e Aufsteigung durch die große Terze die große, harte, Durton-art, die durch die kleine, die kleine, weiche Molltonart genannt). Esgibt also hiernach in der neuern Musik 24 Tonleitern oder Tonartenim weitem Sinne (Gattungen der zu einem Tonstücke verbindungs-fahigea Töne, in Beziehung auf dm GrunLton). Die Dur« und