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Zenhter Band. To bis Z.]
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Tvpferkunst 31

Säuern aus. Auß» Caffee- und andcrm Lrinkgeschirr u. s. w.findet man davon auch im Handel Cameey, Büsten, Mörser,Trichter, Schaalen u. a. Po rzellan ist die feinste Sorte Töp-ferarbeit (s. d. Art.). Pfeif andren »er ei ist ebenfalls alsein Zweig der Löpferkunst anzusehen. Roman Pano, ein spani-scher Mönch, lieferte 1496 das erste Modell zu irdenen Pfeifenaus Domingo nach Spanien. Später sahen die Engländer der-gleichen in Virginien. 1Ü21 legte Jacob 5 . von England eineFabrik davon an, 'etwas später die Holländer eine zu Kergau.Pfeifenthon muß sich vollkommen weiß brennen, wird gut ge-schlämmt, und zu einem zähen Teige ausgeknetet. Dieser Teigwird in gleichgroße Stücks, jedes zu einer Pfeife, 'getheilt, solcheStücke von dem Roller in die Pfeifengestalt (Melger) gebracht,darauf durch den Former oder Kaster mit Drath durchstochen, undihm in einer messingenen Form die gehörige Figur gegeben. Hierwird der Kopf mit dem Stopfer ausgehöhlt, die geformte Pfeifenochmals geebnet, geglättet, bezeichne! und mit Glasröhren polirt<geglaset). Sind die Pfeifen an der Luft ausgetrochnet, so schich-tet sie der Töpfer in Lhonkasten zwischen Pfeifenbrocken, setztsolche in einen backofenähnlichen Brennofen, und brennt sie hart.Nach dem Brennen erhalten sie. wohl, noch durch Lcaganrschleim,Wachs oder Fett, eine vvllkommnere Politur. Schmelzgefäßefind von z>»eierlei Art, Hessische Tiegel bereitet man zu Alme-röde in Hessen aus geglühtem, gemahlenen Sande mit j- Thon,und brennt sie ig Stunden lang- Paffauer Tiegel bestehen ausgleichen Theilen Grapbit und Thon, und sehen schwarzgrau aus.Ziegelsteine oder Backsteine werden aus Lehm gemacht. Die-ser ist eine Thonart, welche viel Eisen enthält, und sich daher imFeuer roth brennt. Der Lehm wird eingeweicht (es ist sehr gut,wenn er einen Winter über durchfrieren kann), durchgetreten, derfette mit Sand vermischt, alle Kalknieren vorzüglich zerrieben,weil diese im Brennen die Steine sonst zersprengen, dann in höl-zernen Formen von dem Ziegeistreicher geformt, dir Siegel in derLrockenscheuer lufttrocken gemacht,' und in Öfen oder Haufen ge-brannt. Man setzt dazu die Backsteine kreuzweis- mit geringenZwischenräumen zum Durchströmen der Hitze, sängt mit gelindemHalbfeuer an zu heizen, steigt bis zum Glühen der Sterne (Mit-telftuer), und verstärkt dieses bis zur Erscheinung einer weißenFlamme (Ganzfcuer) an der obern Öffnung. Gewöhnlich dauertein Brand neun Lage. Die Ziegel haben von ihrer Form undihrem Zwecke verschiedene Namen. Ägyptische Luftsteine werdennur an der Luft getrocknet. Brunnenziegel und Kesselziegel sindmondförmig; Falz, oder Mauerziegel haben eine purallelepipedi-sche Gestalt; Pflasterziegel sind vier- oder sechseckig, und dienenzum Auspflastern der Fußboden; Kcilziegel haben eine keilförmigeGestalt; Bieberschwänze sind unten rund, oben aber durchlöchertzum Aufnageln; Kaffziegel sind sehr breite Bieberschwänze miteiner Öffnung in der Mitte. Hohlziegel sind concave Dachziegelzum Decken der Forsten: Ochsenmäuler sind Dachziegel von einerrunden, gedrückten Gestalt. Paßziegcl, Pfannenziegel, Schlußzie-gel sind wie ein ----- gebogen, sehr gut zum Dachdccken, abersehr schwer von Gewicht. Sehr dauerhaft sind glasurre Ziege!,die in China mit Blei, sonst auch mit Kblk, Gyps oder Fluß*spath überschmvlzen werden. Klinker Backsteine haben einen Zu-