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satz von Kalk, und werden bei sehr starkenp Feuer gebrannt; siesind sehr hart und dauerhaft. Dasselbe gilt von den Mundstei-nen oder solchen Ziegeln, die zufällig am Mundloche des Ofensgestanden, und einen sehr starren Feuersgrad ausgehaltenhaben. k».
Topik. Der Ausdruck Topik hat eine doppelte wissen-schaftliche Bedeutung, eine rhetorische und eine theologi-sche. Was die erste betrifft, so pflegten die alten griechischen undrömischen Lehrer der Redekunst unter dem Namen'Topik einesystematische Darstellung gewisser allgemeiner Begriffe und Sätzevorzutragen, welche sowohl bei der Ausarbeitung jeder öffentlichenRede, als bei besondern Gattungen rednerischer Verträge zu ei-nem Leitfaden für die Wahl und Erfindung zweckmäßiger über-zeugender Gründe und Beweise benutzt werden konnten. Sie un-terschieden Beweisplätze (locos aigglinsncoruni,
Quellen der Beweise, konres »i zürnen rorum) und Gemein-plätze (locos vorrilliirnes). Unter den ersteren verstanden sieallgemeine Begriffe, aus welchen der Redner mit Hülfe seinerUrtheilskraft, welche den gegenwärtigen bestimmten Fall, den Ge-genstand der Rede mit jenen allgemeinen Ansichten vergleicht, hin-reichende Beweise,für seine Behauptung zu entwickeln im Standesey, z. B. das Ähnliche, das Unähnliche, das Entgegengesetzte,oder Ursache und Wirkung, oder- Gattung und Art u. dgl. Ge-meinplätze nannte man dagegen allgemeine Sätze, welche,dadurchgebildet werden, daß wenn die vermittelst der Beweisquellen auf-gefundenen Beweise, die sich zunächst auf bestimmte Personen undThatsachen beziehen, auf die ganze Gattung übertragt. Ein sol-,,cher locns coinivunis war z. B. bei den gerichtliche» Reden derAlten, die sich mit einer Anklage oder mit einer Vertheidigungbeschäftigten, der Satz: alle Rechtssachen sind in so fern von glei-cher Wichtigkeit, als sie die Frage betreff,»: was ist Rechtens?Man sammelte daher in der Topik theils die Bewcisquellen, theilsdie Gemeinplätze, von welchen der Redner sowohl zur Belehrungdes. Verstandes, als zur Rührung und Erschütterung der Gemü-ther Gebrauch machen konnte. Vergl. Aristoteles Rhetorik,B. i, vorzüglich Cap. 2, z. Den Verfasser der rhetorischen Bü-cher sä Heienuiumi 1. 2. Z. Buch; Cicero äe invenrianoI. Buch Eap. 6 —15, Cäp. 24^52, und 2. Buch; Ebend. lsso-pica. und parliiäoiies oracoiias Cap. I, 2, Z, y — Ig; Ebend.Bücher cis oiatoie B. 2, Eap. Zc> folg. Q u i n c ti lia n s Werkrnscicurioner oratoiiae B. 5. Ob sich gleich die Topik der Al-ten immer zunächst auf die griechische und römische Staatsbcxed-samkeit, insbesondere die gerichtliche bezog; so finden wir doch inihren Anweisungen auch manchen, sür unsern Redner, selbst fürden geistlichen, brauchbaren und interessanten Wink. SchätzbareBeiträge zu einer für unsere Rhetorik geeigneten, besonders ho-miletischen Topik haben verschiedene neuere Schriftsteller geliefert.Mehrere sind bereits in Schotts kurzem Entwurf einer Theorieder Beredsamkeit, zweiter Ausgabe, Leipzig 1815, 8 ., S. 102folg. angeführt worden. Außerdem müssen in eben dieser Hinsichtauch noch die neueren Schriften von Kästner: Topik, oder Er-sindungswiffenschaft, ,Leipzig 181Ü, 8-; Reinbek Handbuch derSprachwissenschaft, 2. B: 1. Abtheilung, Essen und DuisburgI8iä, L., S. to folg.; Kaiser Entwurf eines Systems der