34 Topographie Torf
Die Einwohner ernähren sich größtentheils «on den durch die-Badegäste herbeigeführten Geschäften; nur wenige fertigen ^etwasTuch, Leinwand, wollene Bademäntel, Beinkleider und Strümpfe.Töplitz ist auch der Sitz eines fürstlich claryschen Amtes. — -Beidem benachbarten Dorfe Schönau finden sich die sogenannten Stein-bäder, die Schlangcnbäder und die Schwefelbäder. Die vorzüg-lichsten Belustigungsorte für Badegäste in dieser mahlerischen Ge-gend find: das Dorf Dorna mit einem angenehmen Garten, dasehemalige Kloster Mariäschein, die Bergstadt Graupen mit einerBurgruine, das Jagdschloß Doppelburg, das Kloster Offegg, dasStädtchen Bilin mit einem Sauerbrunnen, die Ruine des Schloß-bergs bei Töplitz, der millschauer Berg mit einer unendlichen Aus-sicht, das Städtchen Dur mit einer Naturaliensammlung und man-cherlei Reliquien von Wallenstein, und das Schloß Culm, wo 1813eine Schlacht vorfiel.
Topographie. Hierunter versteht man die örtliche Be-schreibung eines Landes, einer Stadt u. s. w. Gewässer, Berge,Wälder, besonders angebaute Plätze, einzelne Wohnungen, Wege,Brücken, Gassen, und ihre Werbinduug unter einander, sind diewesentlichsten Gegenstände derselben. Unter einer topographischenZeichnung oder Ausnahme denke man sich demnach eine solche, woalle diese Gegenstände bestimmt und genau angegeben sind. Manunterscheidet sie bloß von generellen Riffen, wo diese Bezeichnun-gen fehlen, und dann wiederum von Riffen besonderer Zweige,als Eameralriffe, Forstrisse, militärische Riffe, Wafferbauriffc,wo jedesmal die darauf Bezug habenden Gegenstände besondersherausgehoben, bemerkt und ausführlich dargestellt sind. k. 8 .
Lora (Thora), Hathorah (hebräisch), das Gesetz. Man ver-sieht darunter die fünf Bücher Mosis, weil in diesen das eigent-liche geschriebene Gesetz der Juden enthalten ist. In den Syna-gogen ist die Tora die pergamentene Rolle, auf welcher die fünfBücher Mosis geschrieben sind, und woraus am Sabbath gewisseAbtheilungen vorgelesen oder abgesungen werden. Dieses.geschrie-bene Gesetz ist von der Eabbala oder den mündlichen Überliefe-rungen unterschieden, die Gott dem MoseS auf Sinai mitgetheilthaben soll, und die in der Folge im Talmud gesammelt wor-den sind.
Toreutik. Bei den Griechen und Römern wurde diesesWort in einer weiten Bedeutung gebraucht, und man verstanddarunter die Kunst, mit dem Grabstichel oder Meißel, aus Holz,Stein oder einer andern harten Materie Figuren zu bilden. Indiesem Sinne begreift die Toreutik die eigentlich sogenannten bil-denden Künste, die entweder durchaus runde, oder halbrunde Bild-werke hervorbringen, auch die Stein- und Formschneidekunst, sowie die Kunst, aus Elfenbein oder Holz künstliche Sachen zu dre-hen. Die in Metall getriebenen, halberhabcNen Arbeiten gehöreninsbesondere mit dazu. Die berühmtesten Kunstwerke der letzter»Art bei den Griechen waren die Schilde des Hercules und desAchilles.
Torf besteht aus Pflqnzen und Pflanzenwurzeln, vorzüglichMoosen, Gräsern und Heidekraut, welche dicht in einander ver-wachsen, und mehr oder minder mit Erdpech durchdrungen sind.Seine jüngste Bildung gehört noch dem Pflanzenreich an; mit derältesten, dem Pechtors, reiht er sich dem Mineralreiche, in der