Torgüu LvrricM Z5
die Braunkohle, an, und macht so das verbindende Glied zwischen
^s dem Stein, und Pflanzenreiche. Er gibt in manchen Gegenden,
ssr-, wo er in besondern Torfgräbereien gestochen und in Aiegelform
an der Luft getrocknet wird, ein sehr erwünschtes Brennmaterial;;n- hie und da werden auch Ziegelhütten und andre Fabriken, die
"g- starker Feuerung bedürfen, vortheilhaft damit betrieben. — Di«
Ae- Torferbe ist durch Verwitterung des Torfes entstanden,das Torgau, eine an dem Elbstrom gelegene Festung im-preußi-
E > schen Herzogthum Sachsen, von ungefähr 700 Häusern, und ge->as gen 4000 Einwohnern, ohne die Besatzung. Zuverlässig erscheint
aß- es erst als Stadt izog, von welcher Zeit an die Markgrafen von
us- Meißen dort oft ihren Sitz hatten. Im dreißigjährigen, so wie
an- im Befreiungskriege igrA litt Torgau viel. L» dem letztern ward8iZ es vom König von Sachsen, nachdem Dresden seine Festungswerkeverloren, zur Festung umgeschaffen, und das Zucht- utld Armen-8e- haus von da weggebracht. Nachdem es im Winter lgiZ bis 1814'ge, erst von den Sachsen, dann von den Preußen belagert worden,
!ge, nahmen es die,letzter» ein. Es hat fünf Kirchen, ein Lyceum
die und ein Schloß, Hartenfels genannt. Hier verfertigten Luther
hen und seine Freunde izzo die torgauer Artikel, Grundlage der
wo augsburgischen Konfession; und das torgauische Buch, das
tan gegen den Cryptocalvinismus gerichtet war, ward hier von mehr
un- denn 8000 Geistlichen unterschrieben und publicirt. Die Stadt
ige, ist der Sitz eines Rent-, Justiz-, Forst- und Postamts. In al-lste, ten Zeiten war die Tuchmanusactur und Brauerei sehr beträcht-
>ers lich, und das torgauer Bier berühmt; die Tuchmanusactur hat
8. > sich erhalten. Der Elbhandel ist sehr beträchtlich, und hat in ge-ver- wissen Artikeln Stapelrecht.
mt- Torricelli (Evangelist«), ein sehr berühmter Philosoph
na- und Mathematiker, wurde 1608 zu Faenza, wo sein Vater Bür«Auf «er war, geboren. Er legte sich sehr eifrig auf Mathematik, und
flffe kam in seinem igten Jahre nach Rom, wo er unter der Leitung
rie- Benedetto Castelli's, der dort Professor jener Wissenschaft war,
efe- fortstudirte. Nach Lesung von Galilei's Werke „über dieBewe-
eilt gung" schrieb Torricelli eine Abhandlung, worin er seine Ansich-
oor- ten von diesem Gegenstände entwickelte. Castelli theilte diese Ab-
handlung dem Galilei mit, der voll Bewunderung den Verfasser!ese§ zu sich einlud. Nicht lange genoß Torricelli den Umgang jenesland großen Mannes, indem Galilei schon drei Monate nachher starb,slz, Er wollte deßhalb nach Rom zurück, allein der Großherzog Ferdi-
Jn «and II. ernannte ihn zum Lehrer der Mathematik und Philoso-
bil- phie zu Florenz. Hier setzte er seine mathematischen und physika-
lild- lischen Studien mit dem größten Eifer fort, wurde jedoch schon, so 1647 in einem Alter von Zy Jahren durch einen zu frühen Tod
dre- den Wissenschaften entrissen. Indessen hat er genug gethan, um
)rei» seinen Namen unter den ausgezeichnetsten Naturkundigen zu ver-lern ewigen. 1644 gab er seine „ Abhandlung über die Bewegung"
des vermehrt, nebst andern mathematischen und physikalischen Werken
heraus. In dieser Sammlung geometrischer Schriften zeigt erglich sich nicht bloß als einen würdigen Nachfolger Galilei's, sondern
ver- er hat auch durch eigene Entdeckungen die Naturwiffenschaft unge-
änd. mein bereichert. Die Microscope, welche er machte, waren von
der außerordentlicher Vollkommenheit, und auch in der Verfertigung
der der Linsengläser für die Telsscoxe, um deren Verbesserung er sich
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