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ungemeine Mühe gab, besaß er eine seltene Geschicklichkeit. Diegenauere Darstellung dieser und anderer Erfindungen Lorricelli-sfindet Man in den „s^eriani aosflsmiafle,» welche TammaioBonaventuri 1715 zu Florenz in Quart nebst dem Leben Lorrk-celli's herausgegeben hat. Dieser schrieb übrigens seine Mutter^spräche mit Reinheit und Eleganz, und war in Hinsicht seinesBetragens höflich, gefällig und zuvorkommend, so daß er sich dieLieb- und Achtung Aller, die ihn persönlich kannten, erwarbTorso (italienisch), eigentlich der Kröbs von einem ApfelBirne und dgl., dann der Rumpf oder Rest einer Statue, wel-cher Kopf, Arme und Füße fehlen. Der Toris des Herculesim Belvedere des Vaticans zu Rom ist das berühmte Fragmenteiner Statue des Hercules, das von Kennern für'eins der größ-ten Meisterwerke des Alterthums gehalten wird. „ Auf das äu-ßerste gemißhandelt und verstümmelt," sagt Winckelmann in sei-ner Geschichte der Kunst, „und ohne Kopf, Arme und Beine, wiedies- Statue ist, zeigt sie sich noch fetzt denen, welche in die Ge-heimnisse der Kunst hineinzuschauen vermögend sind, in einemGlänze von ihrer ehemaligen Schönheit. Der Künstler hat einhohes Ideal eines über die Rasur erhabnen Körpers, und eineNatur männlich vollkvmmncr Jahre in diesem Hercules gebildet —Er hat, wie die Stellung des übrigen Restes urtheilen läßt, mitgestütztem und aufwärts gerichtetem Haupt- gesessen. — Mankönnte sagen, daß dieser Hercules einer höhern Zeir der Kunstnäher kommt, als selbst der Apollo.» Eine griechische Jnnschriftnennt den Künstler Apollonius als Verftrtiger dieses Meisterwerksdas gegen Ende des igten Jahrhunderts zu Rom gefunden undvon den Franzosen, mit andern Kunstschätzen nach Paris gebrachtwurde, aber auch unlängst wieder nach Rom zurückgekommen istTorstensohn (Lconhard), ein berühmter schwedischer Gene-ral im dreißigjährigen Kriege (s. d. Art.). Lorstensohn war ei-ner der besten Zöglinge aus des großen Gustav Adolphs Kriegs-schule. Ais Capitain der Leibcompagnie kam er (iSzc>) mit seinemKönige nach Deutswland, machte unter ihm, und nachher unterBanner, alle Fcldzüge mit Ruhm und Glück, stieg immer höher,und commandirte bisweilen abgesonderte Corps. Er ging iüo<>Nach Schweden zurück, und wurde zum Reichsrath ernannt, nachBanners Tode aber wurde ihm .1641 von der schwedischen Regie-rung das Generalcommando der Armee in Deutschland übertragen.Er fand hier die schwedischen Angelegenheiten in einer schlimmenLage; fast alle Bundesgenossen waren zurückgetreten. Aber dieVerstärkung an Truppen und das Geld, das Lorstensohn mit-brachte, fetzten ihn in den Stand, den Krieg bald in die Erblandedes Kaisers zu versetzen. Er lieferte den Kaiserlichen bei Schweid.Nitz (den Listen Mai 1Ü42) ein glückliches Treffen, mußte demun-geachtet aber vor ihrer Übermacht sich nach Sachsen ziehen. Hierbelagerte er Leipzig, wurde aber (den LZsten October 1642) beiBreitenfeld, in eben der Gegend, wo Gustav Adolph seinen er-sten großen Sieg (i6gr) erfochten hatte, von den Kaiserlichen un-ter dem Erzherzog Leopold Wilhelm angegriffen. Die Kaiserlichenwurden mit einem Verluste von yc>oo Mann geschlagen. Die Folgedieses Sieges war, daß fast ganz Sachsen wieder in die Gewaltder Schweden kam, und daß der Krieg nach Schlesien und Mäh-ren versetzt wurde. — Die dänische Regierung hatte schon M