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doch mit derselben sowohl wörtlich, als thätlich bedrohte 'werden. Die Territio» hatte, wie die Marter selbst, ihre Grade,welche zum Theil eben so wie bei der Folter nach den an ei.nem Orte üblichen Torturinstrumenten bestimmt wurden. — Diesebeiden, das menschliche Gefühl empörenden Erforschungsmittel derWahrheit sind in den meisten deutschen Staaten durch ausdrück-liche Gesetze, in andern stillschweigend abgeschafft worden, da mannicht bloß ihre Grausamkeit durchgehends erkannt, sondern sichauch durch zu viele traurige Beispiele von ihrer Unzuverlässigkeitüberzeugt hat. In den Fällen, wo vormals die Tortur oder die ?Lerrition Statt fand, tritt jetzt gewöhnlich nach Befinden derUmstände entweder eine außerordentliche Strafe oder der Reini-gungseid (stui'sirienlurri piii'Asroriurii) ei». Hl. s>.
Lorys und Whigs, Parteien in England, deren Ursprungunter König Jacob I. zu suchen ist, welcher von dem Erbrechteder Könige und ihrer Gewalt sehr überspannte Kegriffe hatte, unddadurch mit einem großen Theil der englischen Natron in Miß-helligkeit kam, aber doch noch viele Höflinge fand, die seine Grund-sätze billigten. Unter seinem Sohne Carl I. ging das Übel weiter.
In dem innerlichen Kriegs, der zwischen ihm und dem Parla-mente auLbrach, nannten die Anhänger des letzter» die königlich-gesinnten Tones, ein irländisches Wort, welches so viel bedeutet,als Räuber. Hiemit zielten sie besonders auf die Räuberbandenin Irland, und auf die Beschuldigung, welche man dem Königemachte, daß er die damals in Irland entstandene Empörung, undmithin also Rebellen und Räubergesindel begünstigte. Die von derPartei des Königs belegten dafür ihre Gegner mit dem NamenWhigs, ein schottisches Wort, das einen kleinen Hut bedeu-tet, und zielten damit auf ihr« Verbindung mit den Schottlän-dccn, und besonders auf die puritanische Partei in Schottland,welche sich durch solche Hüte auszeichnete, und schon gegen Jacob I.die Waffen ergriffen hatte. Inzwischen wurden diese Schimpfna-men, welche beide Theile einander gaben, wenig bekannt. Erstunter Carl II. wurden Torys und Whigs ansehnliche Namenund zwar 1673 bei Gelegenheit der Verschwörung gegen den KZ-uig, deren die Catholiken beschuldigt wurden. Diejenigen, welchedie Verschwörung für eine leere Erdichtung ansahen, wurden Lo-ries, und die, welche sie, für wahr hielten, Whigs genannt.
Sie waren größtentheils Überbleibsel jener alten Parteien, undihre Verschiedenheit in der Gesinnung wirkte auch auf die Beur-theilung der Wahrscheinlichkeit dieser Sache. Diese Namen unddiese Parteien dauerten bis in die Regierungszeit Königs Georg II.,da sich die Namen allmählig verloren, oder doch viel seltener alssonst gehört wurden; obgleich die Parteien in den Grundsätzendie nämlichen blieben. Indessen hatten sie doch viel von ihrer ge-genseitigen Erbitterung und ihrer übertriebenen Heftigkeit nach- 'gclaffen. Sie unterscheiden sich beide in ihren Grundsätzen in Ab-sicht auf die Kirche und auf den Staat. Die Tories behauptendie Nothwendigkeit des bischöflichen Kirchenregimenls, und dieWhigs hingegen die Gleichheit aller und jeder Kirchendiener, unddie Verwaltung der Kirchcnsachen durch Konsistorien. Die Hef-tigkeit der Eiferer unter Leu Erster» geht so weit, daß sie ihreenglische Kirche für die allein scligmachende halten, von andernProtestanten sehr lieblos denken und reden, und den Catholiken