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Land ist theils eben, theils hüglich, theils, nach den Apenninenzu, bergig. Die flächeren Gegenden sind mit Oliven-, Citronen-,Pomeranzen-, Aprikvsenbäumm und Weinstöcken u. s. w. be-deckt; die bergiger» tragen Kastanienwälder. Kleine Vulkane fin-den si« auch hier. Besonders reich ist Toskana an Gewässern,von denen aber nur der Arno schiffbar ist; unter den Seen ist verLago di Castiglione deila Pescaja der bedeutendste, von ungefährso Meilen Umfang; Canäle sind überall angelegt. Mineralquel-len sind vorzüglich um Pisa und Siena, kalte und warme, auchSauerbrunnen. Unter ihnen ist das sogenannte Bad des KönigsPorfenna. Im Mineralreiche finden sich Gold, Silber, Kupfer,Eisen, Blei, Quecksilber, Zinnober, Schwefel, Vitriol, Alaun,Kalk, Gyps, Jaspis, Lasursiein, Ehalcedon, Karneol, Bergkry-stall, Steinsalz, Sccsalz, und nicht unbedeutende Steinkohlenla-ger. An Gebirgsartcn haben die Gebirge Granit, Kalk, Gyps,Sandstein, Tuffstein u. s. w. In ihnen finden sich bisweilenHöhlen und Stellen, welche mephttische und Schwefeldämpfe aus-stoßen. Das Pflanzenreich enthält einen außerordentlichen Reich-thum an Gewächsen: alle Arten vortrefflichen Getraides, Wein-stöcke und Olbäume, deren Produkte stark ausgeführt werden, diemeisten Obstarten, Mandeln, Kastanien, die Brotfrucht der Ge-birgsleute, Maulbeecbäume, Feigen, Apfelsinen, Pomeranzen,Citronen, Krapp, Safran, Flachs, Melonen u. s, w. An Holzhat das stand hinlänglichen Borrath. Der Wifsenwachs ist ganzvorzüglich gut in den Berggegenden. Der Berg Montenero beiLioorno ist besonders berühmt wegen des Schares von seltnenPflanzen, den er enthält. Es gibt hier gute Pferde, trefflichesRindvieh, Büffel, gute Schafe. Schweine, aber wenig Wildpres;an Geflügel Ortolane, Schnepfe«, Lerchen, Rcphühner ul s. w.,und viele Arten Waffervögel. — Die Toskancr sind schön ge-baute Menschen, von sehr angenehmer Gesichtsbildung, zu Kün-sten und Wissenschaften am meisten geneigt unter allen italieni-schen Völkern, nicht ohne Anlage zur Dichtkunst; dabei guther-zig, artig «nd wohlgesittet, fröhlich und doch arbeitsam. DieSprache der Loskaner wird für die schönste und reinste MundartLeS Italienischen gehalten. In der standwirthichaft zeichnen sie sichvortheichaft aus, wozu die Gesellschaft des Ackerbaues gar sehrviel beiträgt; aber der Bergbau ist in einem jammervollen Zu-stande. An die ehemalige Blüthe der Künste und Wissenschaftenin Toskana erinnern die gewiß jedem gebildeten Deutschen nichtunbekannten Numen Petrarca, Dante, Galilei, Macchiavelli, Buo-narotti, Tulli, Givtto, Cimabue u. s. w., deren Vaterland Tos-kana war. Universitäten hat das Land zu Florenz, Pisa undSiena, Die allein herrschende Kirche ist die römisch - katholische.Hauptstadt des Großherzogthums ist Florenz (kioieura). Sieist die Residenz des Großherzogs, und Sitz der Landesstellen.Ihre Lage, ihr Gewerbfleiß, und ihre herrlichen Gebäude machensie zu einem der interessantesten Punkte Italiens. Der Arnogeht mitten durch die Stadt. Sie ist etwas befestiat, und wirddurch einige Forts vertheidigt. Die Volksmenge schätzt mag auf?o — 75,000, die Häuferzahl auf yooo, ohne 172 Kirchen undviele andre Gebäude (s. d. Art. Florenz).
Lotaleindruck (Gesammtejndruck) ist der Eindruck, wel-chen ein Gegenstand als Ganzes und überhaupt hervordringt.