Toussaint l'Ouverture Sr
Stande, ihn daran zu verhindern, übrigens gibt ein englischerOffizier Rainsford in seiner Geschichte der Insel St. Domingooder Haiti, dem Toussaint l'Ouverture das Zeugniß, daß er sichals Gouverneur und Obergenerat durch Gerechtigkeits - und Men-schenliebe, durch gutes Benehmen und musterhafte Anstalten zumBesten des Landes mit Recht die Liebe und Achtung der Reger er-worben habe. 1796 hatte Toussaint, als er bei einem Volksauf,stände in der Capstadt mit einer Armee dahin ging, den sranzösi,schen, zum Gefangenen gemachten General Laveaux wieder inFreiheit gesetzt. Er zwang die Einwohner der Stadt, die Thorezu öffnen, hielt als Sieger seinen Einzug, und setzte auch denGeneral Saveaur als Gouverneur wieder ein. Hiedurch erwarber sich die Achtung der französischen Regierung, und wurde zumDioisionsgeneral und Gouvernemenrslieuteuant auf St. Domingo,und damit zum Herrn des Schicksals der ganzen Colonie ernannt.Unter Rochambeau commandirte er nun einen Theil -er französi-schen Armee, und eine gewisse Ordnung, die er allenthalben ein-führte, erwarb ihm viele Anhänger; auch machte er 1797 bedeu-tende Fortschritte gegen die Engländer, so daß ihm das französi-sch« Direktorium einen Ehreniäbel schenkt«, ihm seine ganze Zu-friedenheit zu erkennen gab, und ihn zum Obergeneral aller Trup-pen auf St. Domingo ernannte. Indessen widersetzte sich dochToussaint, nachdem er 1798 noch wichtigere Fortschritte gemachthatte, gewissermaßen der Anerkennung der französischen Agenten,und suchte sich überhaupt ganz unabhängig zu machen. Das Di-rectorium stellte sich jedoch fortwährend gur gegen ihn, und aucher schien in gutem Verhältnisse bleiben zu wollen, weßhalb erseine beiden Söhne nach Frankreich schickte, um sie dort erziehenzu lassen. 1799 brach aber zwischen ihm und dem Oberhaupte derMulatten in den südlichen Departements, dem General Rigaud,«in heftiger Bürgerkrieg aus; Ströme Bluts flössen, und zuletztward Toussaint Meister der ganzen Colonie. Er stellte nun dieOrdnung im Norden wieder her, kündigte eine Amnestie an, undentwaffnete die rebellischen Schwarzen. Nachdem alles in Ruhewar, begab er sich den 4ten November 1800 nach dem Cap, undverurtheilte von 40 Gefangenen iz, und unter diesen seinen ei-genen Neffen Moyse, zum Tode. So sehr er sich nun auch be-mühte, da« gute Vernehmen mit Frankreich zu erhalten, so wur-den sein« Maßregeln der französischen Regierung doch immer ver-dächtiger. Sie sendete deßhalb, und um ihr Ansehen sühlvarerzu machen, iMi eine Flotte unter dem General Seciere und demAdmiral Villaret Joyeuse nach Domingo ab. Allein Toussaintrüstete sich zum Widerstand, und ließ ihnen bei ihrer Ankunft zuerkennen geben, daß er auf keine Weise ihnen erlauben würde,in die Stadt zu kommen. Die französischen Befehlshaber, darüberentrüstet, federten noch denselben Tag die Schlüssel; als dieseverweigert wurden, begannen sie schon am folgenden Tage einenheftigen Angriff. Die Schwarzen, besonders unter den Befehlendes Generals Christoph, flüchteten, und warfen, mit Fackeln be-waffnet, überall Feuer, sowohl in die Stadt, als in die übrigenBesitzungen, durch welche sie sich zurückzogen, wodurch ein schreck-licher Zustand für die Colvnie herbeigeführt wurde. Seclerc schicktezwar dem Toussaint seine beiden Sohne, welche er aus Frankreichmit zurückgebracht hatte, zu, um ihn nachgebender zu machen;
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