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66 Trasstreu Traum

vorgeht, und von den Schicksalen ihrer Verwandten erfahren stenichts; ihre Gedanken müssen stets auf Buße ufid Lob gerichtetseyn, und jeden Abend graben ste an ihren Gräbern. Die Prin-zessin Louise von Eondc stiftete auch einen weiblichen Zweig diesesOrdens. Als die Revolution sie aus Frankreich vertrieb, fandeneinzelne Colonien ihres Ordens Aufnahme in Deutschland (Ham-burg iZor), Rußland, England und Nordamerika, und fuhrenfort, Novizen aufzunehmen. Der Abt dc la Prade ging mit demHauptstammc inS Paderborn'sche, mußte sich aber 1802 auf Befehlder preußischen Regierung von da entfernen, und auch den CantonFreiburg, wohin er sich gewendet hatte, 1812 wieder verlassen.Seitdem hielten sich diese Lrappisten zu Dorfeld im Münsterschenauf, und kehtten, nachdem sie ihr Stammkloster la Trappe (imOctober 181H) wieder'an sich gekauft hatten, 1316 dahin zurück.Auch die Colonie, die sich einstweilen in England niedergelassen,ist im Sommer 1317 wieder von da zurückgekehrt. L.

Lrassiren, in der Handelssprache, einen Wechfelbrief voneinem Orte auf einen andern ausgeben, und dafür das Geld ein-ziehen, oder jemanden eine Summe Geldes in der Absicht geben,daß das Geld an einem andern Orte wieder ausgezahlt werde,weßwegky der Empfänger des Geldes dem, der es ihm zahlt, ei-nen auf einen dritten gezogenen Wechselbrief gibt, den dieser zugehöriger Zeit zu bezahlen schuldig ist. Trassirter Wechsel,(Zfrarrn, ffrÄite, negociirtcr Wechsel) ist ein Wechselbries, in wel-chem der Trassirer (Trassant, Aussteller oder Ausgeber LeSWechsels) einen Andern (den Trassat) ersucht, dem Borzeigerdes Wechsels (Präsentanten) eine gewisse Summe Geldes zu derbestimmten .'Zeit und am benannten Orte auszuzahlen. Der Tras-sat, auf welchen der Wechsel ausgestellt ist, wird auch Accep-tant genannt, wenn er den auf ihn gezogenen oder trassirtenWechsel zu zahlen acceptirt oder angenommen hat.

Traube- s. Cazrone und Cqrtätsche. Traubenhagel,Twaubenschuß, s. Cartätsche.

Traoermonumente gehören zu den architektonischen undPlastischen Denkmalen (s. d. Art.) und erfodern ihrem Zwecke ge-mäß (den Verlust einer geliebten oder geachteten Person zu be-zeichnen), ernste Formen oder Figuren, welche aber nicht nothwen-dig Tod und Grab in ben schrecklichsten Bildern darstellen müssen.Die Griechen vorzüglich wußten diesen Zweck, durch eine Mengefreundlicher aber ernster Ideen zu bezeichnen. Übrigens unterschei-det man Grabmale, als Denkmale, welche wirklich auf demGrabe eines Verstorbenen stehen, von Lrauermonumenten imengern Sinne, bei welchen dieses nicht der Fall ist, und die zurVerzierung eines andern OrteS, ben man dem Verstorbenen weiht,aufgestellt werden. Zu den letzter» gehören also die Kenota-Phien.

Trauerspiel, s. Schauspiel.

Traum nennen wir die Thätigkeit der Seele im Schlafe, in-sofern wir uns deren nach dem Erwachen noch bewußt sind. DieThätigkeit der Seele bezeugt sich uns im Wachen auf mannichial-tige Art, in der Wahrnehmung ihres Körpers und dessen Zustan-des , der Außenwelt durch dir Aufnahme der Gefühle und Em-pfindungen, der Sinneseindrücke, in der Bildung von Vorftellun-,grn, von Begriffen und ertheilen, endlich in dem Hell werden der