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68 Traum

Seele an die Centralpunkte des reprobuctiven Nervensystems, andie großen Nervennehe des Gangliensystems angewiesen sind.Darunter setzen wir z. B. das dem körperlichen (revroducirenden)Bildnngssystem analoge Vermögen der Phantasie und Imagina-tion, welche letztere besonders als wahres Einbildungsver-mögen, d. h. das Vermögen, alle abstracte Vorstellungen, Be-griffe und Ideen in Bilder einzukleiden, sich darstellt; ferner dasErinnerungsvermögen, das von der Willkühr unabhängig ist; end-lich das Fernsehen, unabhängig von den Sinnesorganen, von Com-binationen des Verstandes, unbeschrankt von Raum und Zeit, einVermögen, von welchem wir etwas ähnliches bei Lhierklaffen fin-den, welche kein ausgebildetes Cerebralsystcm, sondern nur «inNervenknotensystem haben, z. B. bei den Jnsecten, der Biene,Ameise u. m. a. Wenn nun im Schlafe die Thätigkeit des Gang-liensystems im Menschen erhöhter als im Wachen Statt findet,welches wirklich der Fall ist, so muß auch eine freiere Thätigkeitder mit ihm verbundenen Seeienvermögcn Statt finden. Währendalso im Schlafe die Seele keine Wahrnehmungen von der Außen-welt durch die Sinne bekomint, keine Willkühr über die B-wegun-gen des Körpers, über die Richtung ihrer Geistesthätigkeit imInnern, ausübt, erhebt sich in ihr daS Selbstgefühl ihres Körper-in dem Gsmeinqefühl, und die von ihm abhängige Gewalt derTriebe und Instinkte, blüht ferner das Vermögen der Bilderspra-che lebendiger in ihr auf, wodurch sie alle G fühle, Vorstellungen, und Gedanken in Bildern sich denkt, erwacht das tief verborgeneFernsehen, wodurch sie im Stande ist, Blicke in das Leben entfern-ter Personen, selbst in die Zukunft hinaus, zu thun, regt sich da-unbeschränkte Erinnerungsvermögen der Seele, welches ihr alleswied'er vorzuführen im Stande ist, was irgend einmal sie berührt.Die Thätigkeit der Seele im Schlafe ist, also wunderbar gestaltet,und weit verschieden von»der Thätigkeit derselben im Wachen.Hier geht das Leben derselben mehr nach außen, mehr auf denWechselverkehr mit der äußerlich uns umgebenden Welt und denMenschen, die Seele beherrscht ihre Thätigkeit nach den Zweckender Vernunft und den Vorschriften des Verstandes mit klarem Be-wußtseyn; dort wendet sie sich von der Außenwelt weg und ganznach ihrem Innern, die Außenwelt ist jetzt nicht mehr für sie vor-handen, sie denkt und lebt ebne weitere Rücksicht auf die Verhält-nisse und Zwecke des äußern Lebens, ohne Beachtung der Vorschrif-ten des Verstandes, alle ihre Thätigkeit geht in lebhaften Bildernvor sich, die unzählbar in stetem Wechsel entstehen und verschwin-den, und unter den man»ichf«lliasten Gestalten und Auftritten al-les darstellen, was in der Seele vorgeht. Nach dem Erwachentritt jedoch der vorige Zustand der Seelentbätigkeit wisdcr ein,beide Systeme werden mehr von einander isolirt, das Bewußt-seyn wendet sich ivieder mehr nach außen, und es würde keine Er-innerung der im Schlafe vorgegangenen Geistesthätigkeit Stattfinden, wir würden uns keines Lraumzustandes erinnern können,wenn nicht durch das sympathische Nervensystem eine -Verbindungzwischen beiden Regionen vermittelt würde, wodurch die Isolationbeider in gewissen Fällen mehr'oder weniger aufgehoben werdenkann. Unter dem sympathischen Nervensystem verstehen wir dieKette von Aerventäden und RervennetzeN, welche von dem eigent-lichen großer! sympathische« »der Jnkercostalnerven und dem Stimm»