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Traum 69

nerven gebildet wird. Der erstere fängt schon an dem obern Theiledes Halses an> geht durch die Brusthöhle und die Unterleibshöhlefort und wird, von Ncrvenfäden aus den Hals- und Rückenmarks-neroenknotcn, so wie aus dem Stimmnerven und aus d>n großenNervengeflechten des Unterleibs (dem eigentlichen Ganglienfystrm),gebildet. Der Stimmnerv hat im Gehirn selbst fernen Ursprung,geht als zehntes Rervenpaar aus demselben ab nach den Stimm-»rganen, den Lungen, bis zu dem Magen, wo er die Magengeflechtebildet. Indem nun im Schlafe die Seele sich von der Außenweltzurückzieht, sich ganz in sich selbst versenkt, der eigenldümlrchenThätigkeit im Schlafe sich überläßt, wird durch die erhdhte Thä-tigkeit des Ganglirnsystems mittelst jener Werbindungkneiven dieThätigkeit derjenigen Hirnorgane, welche dem Bewußtseyn derSeele "dienen, in dem Grade von Erregung erhalten, daß diesesBewußtseyn, obgleich ganz nach innen gewendet, seine Thätigkeitzu erhalten vermag, folglich die Seele der besondern Thätigkeit imSchlafe sich nach dem Erwachen »och erinnern kann. Stellt sichim Schlafe die Einwirkung des Gangliensystems auf die Hirnor»gane nicht bis zu dem Grade ein, daß das Organ des Bewußt-seyns erregt wird» haben auch außerdem keine Einwirkungen (z.B. 'von außen) auf dasselbe Statt, so haben wer auch keinenTraum, d. h. wir können uns der besondern Thätigkeit, unsererSeele im Schlafe nach dem Erwachen nicht erinnern. Zuweilenist auch die Erregung des Hirnoraans nur leicht, so daß wir zwarnoch einige Erinnerung haben, Laß wir mancherlei Traumbilderhatten, aber sie nicht mehr deutlich unterscheide» können. DieBedingungen, unter welchen der Traumzustand in dem Schlafen-den entsteht, sind verschieden, nach der Erregbarkeit des Nerven-systems, dem in der Raturanlage des Menschen gegründeten leich-tern übertritt des Ncrvengcistcs aus dem Ganglien- in dos Cere-bralsystcm. Einige der veranlassenden Ursachen des Lraun-zustan-dcs wollen wir noch kürzlich anführen. In der Zeit des Einschla-fens und des Aufwachens ist der Mensch am meisten disxonirt zumTraum, weil das Hirnorgan in dieser Periode entweder-von denGinnesoinbrücte» noch erregt wurde, oder nach der Erguickung undRuhe durch den Schlaf schon wieder an sich selbst erregbarer wird.Ist der Schlaf nur leicht, mit öfterm Erwachen unterbrochen, sobleibt eher das Hirnorgan in Erregung, und die Eindrücke aufd-e Sinne erhalten leicht das Bewußtseyn in einem geringenGrade von Thätigkeit, mischen sich auch oft auf eigene Weise indie Traumbilder selbst. Auch stärkere Reizungen der Hirnorganevon andern Organen, besonders aus dem Gangliensystem selbst,versetzen das Hirnorgan, oft in den Grad von Erregung, wodurchder Traumzustand entsteht. Daher geben die Krankheiten, beson-ders Fieber und Nervenkrankheiten so häufige Veranlassungen zuTraumen, die uns um so lebhafter vorkommen, d. h. deren wiruns^um so deutlicher wieder erinnern, jemehr das Hirnorgan da-durch in Erregung versetzt wurde. Auch manche innerlich genom-mene Stoffe, Getränke, Arzneimittel und Gifte, könne» dies aufeine besondere Weise bewirken, indem sie entweder mittelbar durchBeschleunigung des Blutumlaufs und Pirection desselven nach demGchirg, theils unmittelbar, durch heftige Erregung des Nerven-geiste- im Gaugliensystem, eine stärkere Erregung deS HirnorgansbcWirkrn. ALein es kann nicht geleugnet werden, doch.von der