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Zenhter Band. To bis Z.]
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Treibhäuser 77

dieser sehr verschieden. Nie Wände der Nord», Ost- und West-seite müssen entweder massiv gsmauerr oder van Lehm ausgeführtseyn, wo denn ihre Dicke auf eine Elle berechne, wirr. In Eng-land und in einigen deutschen Gärten hat man angefangen, Treib-häuser ganz aus Glaswänden aufzuführen, wo natürlich doppelteGlaswände erfodertich sind. .Bedei'.i nse .Vortheile seyen wir da-von nicht ein; dagegen sind die Nachtheile, die die geringereWärme, und die leichtere Verletzbarleit dieser Wände hervorbrin-gen, überwiegend. Daß die vordere Wand ganz aus Glasfensternbestehen müsse, versteht sich von selbst, nur ist die Frage, welcheRichtung man dieser zu geben 'habe. Senkrechte Fensterwände ander Südseite können die "Erwärmung und Wirkung des Lichts nieso verstärken, als wenn die Sonnenstrahlen, die doch selbst in denkürzesten Tagen des Winters unrer einem Winkel von 28° imFallen unter einem rechten Winkel die Fenster treffen. Daher gibtman allgemein der südlichen Fensterwano eine gegen den Horizontgeneigte Richtung , und diese hat man selbst nach der Polhöhe ver-schieden einrichten wollen. Indessen kann man im Allgemeinen sichauf die Erfahrung berufen, daß in Deutschland und England, inFrankreich unv Schweden, also etwa von 45 bis zum 56° nörd-licher Breite, die Neigung der Trnbhausfcnster nicht unter 34.und nickst über 45° seyn dürfe. Was das Holzwerk anbetrifft, somuß dies natürlich die Fensterwand verbinden und stützen. EinTräger oben in der Länge des Daches, und Säulen, die zwischenden Fenstern stehen, sind nothwendig. Allein man hat dahin zusehen, daß diese Pfeiler keinen zu starken Durchmesser haben, weilsie sonst zu viel Schatten geben. Sechs bis acht Zoll Dicke sindin der Regel hinreichend. Das Holzwerk an einem Treibhaus« ist,wegen der Feuchtigkeit und beständigen Wärme, der Verderbnißbesonders ausgesetzt; daher muß man eigentliches Kernholz vonguten Eichen, woran kein Splint ist, und das mehrere Jahretrocken gelegen, dazu anwenden, auch es mit Ölfarbe gehörig an-streichen lassen. Ja, wenn diese, wie zu geschehen pflegt, nacheinigen Jahren von dem Holze sich abblättert, so muß es vonneuem angestrichen werden. — In England macht man jetzt dieFenstersäulen ganz von Eilen, welches allerdings große Vortheilehat, nicht allein weil man bei weitem nicht so dicke Säulen nö-thig hat, sondern wett auch die Dauer ungleich größer ist.Natürlich muß das Eisen ebenfalls durch Anstreichen mit Öl vordem Roste geschützt werden. Außer dem Sonn-nlicht federn dieGewächse, wenn sie gesund bleiben sollen, durchaus erneuert«Luft. Widrigenfalls überwachsen sie sich, werden verzärtelt, vonBlattläusen und andern Jnsecten befallen. Um die Luft zu er-neuern, hat man entweder bewegliche Fenster in der Glaswand,die entweder ganz aufgemacht, oder mit eisernen durchlöchertenRiegeln in einer gewissen Weite offen erhalten werden. Alleinbei sehr kalter Luft darf man nicht wagen, die äußere Atmo»sphäte unmittelbar auf die Pflanzen treffen zu lassen. In diesemFalle pflegt man kleinere Kippfenster zu öffnen» die besonders i»der schrägen obern Glaswand keinem Fenster fehle» dürfen. S»Wie die Sonne aufblickt, und die Temperatur des Hauses cS zu-läßt, werden diese geöffnet, aber sogleich geschloffen, wenn dieSonne hinter Wolke» tritt, oder das Thermometer zu schnell-sinkt. D» nun doch immer die äußer« Lust im Wink« auf di«