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78 Treibhäuser

Pflanzen einen-ungewohnten Eindruck macht, so ffnb die Englär,der , als die größten Gattenkünstler neuerer Zeit, darauf gefallen,die äußere Lust dergestalt in das Treibhaus zu leiten, daß sie nurerwärmt auf die Pflanzen treffen kann. Man führt zu diesemEnde Luftcanäle an der äußern Seite der Heizröhren herum.Diese sind außer dem „Hause offen, und haben an einzelnen Stel-len im Haufe auch Öffnungen, die geschloffen werden können.Nimmt man diese Deckel ab, so zieht die äußere Luft dergestalthinein, daß sie nur, durch die Hcizcanale erwärmt die Pflanzenberühren kann. Wir haben nur dies gegen diese Einrichtung ein-zuwenden: die Luft in den ober» Schichten des Treibhauses wirddadurch entweder gar nicht oder nur sehr spät und unvollkommenerneuert. Diese obere Luftschicht ist allemal verdorben und wär-mer. Die Gipfel also der höher» Pflanzen bleiben von schlechterund heißer Luft umgeben, wenn die untern Theile derselben, unddie niedrigen Gewächse einer erneuerten Luft genießen; nicht ge-rechnet, daß die Lust, welche mit dem Licht und der Wärme derSonne zugleich eintritt, immer viel wohlthätiger ist, als die,melche man von der beschatteten Erde herleitet. Bei der Anle-gung der Fensterwand muß ferner Bedacht auf die Einfassung desGlases genommen werden, die Fensterrahmen müssen vorzüglichvon trocknem Holze, das keinen Splint enthält, so gefertigt wer-ben, daß sie auf da« genaueste einfassen. Denn die schrägen Fen-ster sind der Einwirkung des Regens weit stärker ausgesetzt, wer-fen sich dann und vermodern auch sehr leicht, wen» das Holznicht die gehörige Härte und Güte hat. Die einzelnen Scheiben,legt man entweder in Blei, oder killet sie auf einander. Dasletztere hat bedeutende Vortheile. Nicht allein läuft der Regenleichter ab, sondern es sind auch die gekitteten Fenster deßwegenvorzuziehen, weil sie weniger Schatte» machen, und im Grundelänger dauern als das Blei/ welches die Lust so leicht zerfrißt. —Im Hause selbst ist das nothwendigste Stück der Heizcanal. Eswird dieser aus einem Ofen geleitet, welcher mit dem Boden desTreibhauses ungefähr gleiche Höhe hat, und nicht viel über an-derthalb Fuß im Lichten Höhe haben darf. Dieser Ofen wird am.besten von starke» eisernen Platten zusammengesetzt. Lins ihmführt zuerst ein eiserner Canal, ungefähr eine Elle lang , in dieeigentlichen Heizcanäle. Diese werden am besten von stark ge-branntem Thon dergestalt zusammengesetzt, daß Platten, einenFuß ins Gevierte mit Fugen versehen, gehörig aus einander ge-paßt werden. Natürlich muß in diesem Fall der Canal viereckigseyn, doch braucht man, wie leicht zu begreifen, nur für dreiSeiten diese Platten zu besorgen, d« die untere Seite von dem-Boden gebildet wird. Es ist indessen nothwendig, daß hier undda die Platten so eingerichtet werden, daß sie herausgenommenwerden können, weil man das Reinmachen der Canäle andersnicht vornehmen kann. Die Länge cher Canale darf nicht über60 Schuh seyn, weil sonst die Wärme sich zu sehr vermindert,und am Ende sich nur Rauch niederschlägt. Deß Ausgang desCanals wird senkrecht in ider Wand hinaufgelcitet, und ebenfallsmit einer Thür versehen, durch die man die Reinigung vorneh-me» kann. Der Fcucrungsstoff der Treibhäuser ist natürlich Holz,wo man dies haben kann. Außerdem sind noch gute Steinkohlensehr zu empfehlen, nur muß alles angewandt werden, daß nichft